Ex-IWF-Chef
Strauss-Kahns Anwälte verhandeln über Anklage

Im Fall Dominique Strauss-Kahn schlägt die Stunde der Anwälte: Nun wollen sie die Staatsanwaltschaft davon überzeugen, die Anklage fallen zu lassen. Die Ermittler haben Zweifel an den Aussagen des mutmaßlichen Opfers.
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New YorkNach der überraschenden Wende im Fall Dominique Strauss-Kahn werden die Anwälte des früheren IWF-Chefs einem Bericht zufolge mit der Staatsanwaltschaft über ein Ende des Ermittlungsverfahrens verhandeln. Dabei gehe es um eine Absprache mit der Anklagebehörde oder sogar darum, die Vorwürfe gegen Strauss-Kahn fallenzulassen, berichtete die „New York Times“.

Das Blatt schrieb unter Berufung auf Behördenkreise, dass die Ermittler noch immer Beweise sammelten. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen noch am Mittwoch sei unwahrscheinlich. Die nächste Anhörung vor Gericht ist für den 18. Juli geplant.

Sogenannte Absprachen (plea bargain) zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft kommen in den USA häufig vor: Damit kann zum Beispiel ein Verdächtiger mit dem Eingeständnis von Taten eine Haftstrafe vermeiden. Im deutschen Strafrecht sind diese Übereinkünfte als „Deal“ bekannt.

Strauss-Kahn soll versucht haben, im Mai in einem New Yorker Hotel ein Zimmermädchen vergewaltigt zu haben. Die Ermittler haben aber inzwischen Zweifel an der Glaubwürdigkeit der 32-Jährigen. Nach mehreren Tagen in Untersuchungshaft und anschließendem Hausarrest ist der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds inzwischen auf freiem Fuß.

Unterdessen droht dem 62-Jährigen in seiner französischen Heimat neuer Ärger mit der Justiz: Die Autorin Tristane Banon beschuldigt ihn einer versuchten Vergewaltigung im Jahr 2003 und zeigte ihn am Dienstag an. Strauss-Kahn habe sie während eines Interviews sexuell bedrängt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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