Ex-Kanzler trifft Ahmadinedschad
Schröders rätselhafter Iran-Besuch

Das Treffen fand hinter verschlossenen Türen statt, die Atmosphäre war angespannt. Am Ende blieb offen, was Gerhard Schröder überhaupt bei Irans Präsident Ahmadinedschad wollte. Der deutsche Ex-Kanzler mochte nicht verraten, worum es in dem Gespräch ging. Er deutete lediglich an, manche Entwicklung verlaufe nicht so wie gewünscht .

HB TEHERAN. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder ist am Samstag in Teheran mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zusammengetroffen. Das Gespräch fand hinter verschlossenen Türen im Präsidialamt statt. Weder Ahmadinedschad noch Schröder haben sich näher zu den Inhalten des Treffens geäußert. In einer kurzen Presseerklärung des Präsidialamts hieß es lediglich, dass beide einen Meinungsaustausch über regionale und internationale Themen hatten.

Auch Schröder wollte das Treffen mit dem umstrittenen Präsidenten nicht kommentieren. Er sagte lediglich, dass es zwar Bereitschaft seitens des Iran für einen Neuanfang der Beziehungen zum Westen gäbe, die Entwicklung jedoch nicht so wie gewünscht verlaufe. Laut Schröder sollten sich der Iran und der Westen zum Ziel setzen, aufgenommene Gespräche zum Erfolg zu führen und nicht - wie in den vergangenen Jahren - scheitern zu lassen.

Laut Augenzeugen fand das Treffen in einer angespannten und eher kühlen Atmosphäre statt. Schröder, der sich zu einem privaten Besuch im Iran aufhält, hatte zuvor Gespräche mit Parlamentspräsident Ali Laridschani und Außenminister Manuchehr Mottaki geführt. Im Gegensatz zu dem Treffen mit Ahmadinedschad fand ein weiteres Gespräch am Samstagabend mit Ex-Präsident Mohammed Chatami in einer entspannten Atmosphäre statt. "Wir sind ja gute alte Freunde und als wir beide noch im Amt waren, hatten die beiden Länder beste Beziehungen", sagte Chatami der Deutschen Presse-Agentur dpa nach dem Treffen.

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