Ex-Luftwaffenoffizier offenbar Rädelsführer
Flughafen-Tower in Manila wieder in Regierungshand

Mit Waffengewalt haben Regierungstruppen der philippinischen Hauptstadt Manila den Tower des internationalen Flughafens gestürmt und Bewaffnete, die zuvor die Kontrolle über den Tower übernommen hatten, überwältigt. Offenbar steckten Teile des Militärs hinter der Aktion.

HB MANILA. Die Beamten hätten das Feuer eröffnet und die Gruppe der Besetzer wenige Stunden nach deren Überfall auf den Tower zur Aufgabe gezwungen, meldete der philippinische Rundfunk am frühen Samstagmorgen (Ortszeit). Nach zunächst unbestätigten Berichten wurden dabei zwei Menschen getötet. Darunter soll auch ein früherer Luftwaffenoffizier sein, der sich als Sprecher der Gruppe zu erkennen gegeben hatte.

Ex-Offizier Panfilo Villaruel habe den Tower am Freitag kurz vor Mitternacht in seine Gewalt gebracht, sagten Vertreter der Luftfahrtbehörde und der Sicherheitskräfte. Villaroel sagte im Rundfunk, dass seine Leute rund um den Flughafen Bomben platziert hätten. Danach forderte er alle Zivilisten auf, das Gelände zu verlassen. Man habe keinen terroristischen Hintergrund. Es sei aber an der Zeit, dass die Philippiner die Initiative übernähmen, sagte er weiter. Er habe die Korruption satt und vertrete die philippinischen Bürger, die sich nicht trauten, ihre Meinung zu sagen. Als die Sicherheitskräfte später das Feuer eröffneten, sprach Villaruel gerade live im Rundfunk. „Wir werden hier getötet“, sagte er, während im Hintergrund Schüsse zu hören waren. „Wir geben auf.“ Er hatte nach eigenen Angaben zwölf bewaffnete Männer bei sich.

Ende Juli hatten sich rund 300 Soldaten bei einer Meuterei in einem Geschäftszentrum der philippinischen Hauptstadt verbarrikadiert und den Rücktritt von Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo gefordert. Nach Verhandlungen mit der Regierung gaben die Rebellen allerdings nach 19 Stunden auf und stellten sich den Behörden.

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