Ex-Präsident Aristide
Nach sieben Jahren Exil auf Weg nach Haiti

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JohannesburgDer frühere haitianische Präsident Jean-Bertrand Aristide ist nach sieben Jahren im Exil auf dem Rückweg in seine Heimat.

Aristide flog am Donnerstag von Südafrika aus Richtung Haiti ab, wo er nach Angaben seines Anwalts am (morgigen) Freitagmittag erwartet wird. Zuvor war der US-Schauspieler Danny Glover in Südafrika eingetroffen, um Aristide und seine Familie auf dem Rückweg in den Karibikstaat zu begleiten.

Der einstige Staatschef war 2004 abgesetzt und an Bord eines US-Flugzeugs außer Landes gebracht worden. Aristide selbst hatte von einer Entführung gesprochen. Seitdem lebte er im Exil in Südafrika.

Die USA hatten Aristide aufgefordert, seine Abreise bis Sonntag zu verschieben. Sie befürchten, seine Anwesenheit könnte die Präsidentenwahl am Sonntag stören.

Aristide, der als Führer der Armen in einem Volksaufstand der Diktatur von Jean-Claude Duvalier ein Ende setzte, ist auch nach sieben Jahren im Exil einer der populärsten Politiker Haitis. Es wird erwartet, dass tausende Haitianer ihn bei seiner Ankunft willkommen heißen werden.

Glover, der an der Seite von Mel Gibson der Star in den „Leathal Weapon“-Filmen war, schrieb auf der Webseite der Menschen- und Sozialrechtsorganisation Trans Africa Forum, er wolle seine „Solidarität mit den Menschen Haitis zum Ausdruck zu bringen, indem ich an der Seite des Führers stehe, den sie zwei Mal mit überwältigender Mehrheit gewählt haben.“ Man könne nicht guten Gewissens untätig herumsitzen, wenn der frühere Diktator Duvalier ungehindert in sein Land zurückkehren könne, während ein demokratisch gewählter Politiker, der friedlich die Macht an einen anderen gewählten Präsidenten abgetreten habe an der Rückkehr in sein Land gehindert werde, schrieb Glover.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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