Ex-Umweltminister hat sich entschieden
Klaus Töpfer hat genug von Nairobi

Der Direktor des UN-Umweltprogramms UNEP mit Sitz in Nairobi, der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer, will seinen Posten Anfang kommenden Jahres räumen.

HB NAIROBI. "Er hat seinen Mitarbeitern gesagt, dass er seine Amtszeit nicht noch einmal verlängern wird“, sagte sein Sprecher am Dienstag in Nairobi. Töpfer (67) wolle nach acht Jahren an der Spitze des Umweltprogramms den Stab an einen Nachfolger übergeben. Das Angebot von UN-Generalsekretär Kofi Annan, seine Amtszeit um zwei weitere Jahre zu verlängern, habe er dankend abgelehnt.

Was Töpfer anschließend machen wolle, habe er noch nicht entschieden, sagte sein Sprecher. "Töpfer hat noch keinen konkreten Plan", betonte er. Die Frage, ob er sich vorstellen könne, in der deutschen Politik wieder eine aktive Rolle zu spielen, ließ er unbeantwortet. Kanzlerkandidatin Angela Merkel hat in ihr Kompetenzteam keinen Umweltexperten berufen; als möglicher Umweltminister wird der CDU-Bundestagsabgeordberte Peter Paziorek gehandelt.

Töpfer war Ende der 80er Jahre Bundesumweltminister im Kabinett des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl (CDU) und später Umzugsbeauftragter für den Wechsel des Regierungssitzes von Bonn nach Berlin. An der Spitze der UNEP hatte Töpfer maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des Klimaschutzabkommens von Kyoto. Das Abkommen trat im März in Kraft. Allerdings haben es die USA als weltweit größter Kohlendioxid-Emittent nicht unterzeichnet.

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