Exil-Saudi werden Verbindungen zu Al Kaeda
Britische Regierung sperrt Konten eines Exil-Saudis

Nach Terrorvorwürfen der Uno gegen einen saudi-arabischen Exilanten hat London das Vermögen des Mannes sperren lassen. Er soll Kontakte zu Al Kaeda haben.

HB BERLIN. Die britische Regierung zieht Konsequenzen aus Terrorvorwürfen der Uno gegen einen in England lebenden Exil-Saudi-Arabier: Wie das britische Finanzministerium mitteilte, wurde das Vermögen von Saad al-Faqih wegen seiner mutmaßlichen Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaeda gesperrt.

Finanzminister Gordon Brown wies die Bank von England an, dafür zu sorgen, dass in Großbritannien kein Geld von Saad al-Faqih freigegeben wird. Al-Faqhi lebt in London und ist Chef der «Bewegung für Islamische Reform in Arabien». Er hatte erst kürzlich in Großbritannien zu Demonstrationen gegen das saudische Königshaus aufgerufen, dem er Korruption vorwirft.

Laut Angaben des britischen Finanzministeriums wurde al-Faqih am Donnerstag von der Uno offiziell der Verbindung zu Al Kaeda beschuldigt. Al-Faqih wies die Anschuldigungen zurück. Weiteren Angaben zuforlge waren am Mittwoch bereits in den USA die Konten Al-Faqihs gesperrt worden. Al-Faqih beschuldigte die USA, mit ihren Antiterror-Gesetzen die saudische Königsfamilie retten zu wollen.

«Die Bewegung für Islamische Reform in Arabien» hat wie zahlreiche andere Oppositionsgruppen aus allen Teilen der Welt ihren Sitz in London. Es wird vermutet, dass die Gruppe seit zwei Jahren über einen geheimen Rundfunksender verfügt, der über eine Satelliten-Station in Litauen Sendungen in arabischer Sprache verbreitet.

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