Experten halten Tests für unwahrscheinlich
Spekulationen über Atomtest in Nordkorea

In Nordkorea hat sich laut einem Medienbericht eine gewaltige Explosion ereignet. Die Ursache ist noch unklar, es gibt Spekulationen über einen möglichen Atomwaffentest.

HB BERLIN.

In Nordkorea ist es am Nationalfeiertag zu einer gewaltigen Explosion gekommen. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag mitteilte, bildete sich am vergangenen Donnerstag eine riesige pilzförmige Rauchwolke über der Provinz Yanggang, nahe der Grenze zu China. Die Ursache der Detonation sei noch unklar.

Die südkoreanische Regierung wollte den Bericht zunächst nicht bestätigen. Man prüfe, ob sich wirklich eine Explosion zugetragen habe, sagte der Minister für Widervereinigung, Chung Dong-young, nach einem Treffen des Nationalen Sicherheitsrates. Er spielte die Möglichkeit herunter, wonach das Nachbarland zum Jahrestag der Gründung des kommunistischen Staates im Jahr 1948 einen Atomwaffentest durchgeführt haben könnte.

Dagegen zitierte Yonhap eine ungenannte Quelle aus diplomatischen Kreisen in Seoul, die die Möglichkeit eines Atomtests betonte. Experten nannten dies aber unwahrscheinlich. «Ich denke, die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass es sich dabei um einen normalen Unfall gehandelt hat», sagte Koh Yu-hwan, ein Nordkorea-Spezialist aus Seoul. Ein Atomwaffenexperte sagte, internationale Geheimdienste hätten sehr wahrscheinlich einen Atomtest bemerkt.

Nordkorea bemüht sich seit längerem, Atomwaffen zu entwickeln. Erst am Samstag hatte die Staatsführung anegkündigt, angesichts von Berichten über Versuche Südkoreas, Atomwaffen zu erlangen werde man verstärkt an seinen Atomprogrammen arbeiten.

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