Experten warnen vor Störungen
Riesige Summen für US-Infrastruktur nötig

Die Infrastruktur in den USA ist marode. Deshalb haben jetzt, nur wenige Wochen nach dem größten Stromausfall in der Geschichte des Landes, Experten vorweiteren Störungen gewarnt. Sie fordern Investitionen und zwar schnell.

HB WASHINGTON. Die Kosten für ein Fünfjahresprogramm zur Sanierung von Straßen, des Trinkwassersystems bis hin zu den Schulen seien seit der letzten Schätzung vor zwei Jahren auf 1,6 Billionen Dollar von damals 1,3 Billionen Dollar angewachsen, machte die American Societe of Civil Engineers (ASCE) am Donnerstag in Washington deutlich. „Die Infrastruktur die für das Funktionieren unserer Wirtschaft und unsere Lebensqualität notwendig ist, zerfällt. Wir haben es versäumt, angesichts unserer wachsenden Bevölkerung in erforderliche Erweiterungen und Erneuerungen zu investieren, nicht zu sprechen von unseren wachsenden Bedürfnissen“, sagte ASCE-Präsident Tom Jackson. Amerika riskiere gegenüber anderen Ländern zurückzufallen, warnte er.

Für den Stromausfall Mitte August, der Metropolen von New York über Detroit und Cleveland bis hin zu den kanadischen Städten Ottawa und Toronto lahm gelegt hatte, machen Experten der Elektrizitätsbranche eine veraltete Infrastruktur verantwortlich. Die Chancen für eine rasche Behebung der Mängel sind allerdings gering, da die US-Regierung angesichts eines erwarteten Defizits in dem am 1. Oktober beginnenden Haushaltsjahr 2004 von rund 480 Milliarden Dollar sparen muss. Zudem stecken die US-Bundesstaaten in der tiefsten Haushaltskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.

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