Expertenaustausch
Berlin will Griechen unter die Arme greifen

Die KfW-Bank soll griechische Ministerien bei der Entwicklung einer Förderbank unterstützen. Weitere Experten und Wirtschaftsvertreter sollen ausloten, wie die Bereiche Energie, Tourismus und Industrie gefördert werden können.
  • 0

AthenBerlin und deutsche Wirtschaftsvertreter loten Chancen in Athen aus, der griechischen Wirtschaft auf die Beine zu helfen. Expertenaustausch und Möglichkeiten für eine Förderbank standen dabei im Vordergrund, wie Stefan Kapferer, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, nach dem Treffen mit dem griechischen Wirtschaftsminister Michalis Chryssochoidis in Athen sagte.

Kapferer wurde von zahlreichen Vertretern der deutschen Wirtschaft begleitet. Auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler will nach Angaben seines griechischen Amtskollegen Anfang Oktober mit einer großen Delegation nach Griechenland kommen. Das gebe die Gelegenheit, auszuleuchten, wie die Potenziale Griechenlands in den Bereichen Energie, Tourismus aber auch in der klassischen Industrie gefördert werden könnten, sagte Kapferer. Es gebe bereits eine Vielzahl von Arbeitsfäden zwischen Deutschland und Griechenland.

„Wir haben verabredet, dass die KfW-Bank mit dem (griechischen) Ministerium über die Entwicklung einer Strategie für eine Förderbank in Griechenland spricht“, sagte Kapferer. Zudem sei ein Expertenaustausch für verschiedene Bereiche vom Kartellrecht bis hin zur beruflichen Bildung vereinbart worden.

Martin Knapp, Chef der deutsch-griechischen Handelskammer, sieht vor allem Interesse deutscher Firmen für Investitionen in den Bereichen Wind- und Solarenergie. Chryssochodis nannte auch den Bau von Straßen und den Bereich Telekommunikationen als mögliche Investitionsbereiche. Von deutschen Unternehmen wird aber als großes Problem in Griechenland weiterhin eine undurchsichtige Bürokratie, monopolartige Strukturen in vielen Branchen und Probleme bei der Finanzierung beklagt, wie aus deutschen Unternehmerkreisen in Athen verlautete.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Expertenaustausch: Berlin will Griechen unter die Arme greifen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%