Explosion vor Polizei-Rekrutierungsstelle
Dutzende Tote bei Selbstmordanschlag im Nordirak

Bei einem verheerenden Bombenanschlag im Nordirak sind nach offiziellen Angaben 45 Menschen ums Leben gekommen. Mediziner sprachen sogar von 60 Toten. Etwa 150 Personen wurden verletzt.

HB ARBIl. Ziel des Anschlags war eine Rekrutierungsstelle der irakischen Polizei. Vor dem Gebäude hätten zahlreiche Bewerber Schlange gestanden, berichteten Augenzeugen. Unter den Opfern seien auch zahlreiche Zivilisten. Der Anschlag sei in einem dicht bewohnten Stadtviertel nahe einem Luxus-Hotel und dem Büro der von Massud Barsani geführten Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) verübt worden.

Seit der Bildung der neuen Regierung vor einer Woche haben Aufständische ihre Angriffe verstärkt. Am Sonntag hatte sich ein Selbstmordattentäter im nordirakischen Tel Afar bei dem Begräbnis eines KDP-Politikers in die Luft gesprengt und dabei 25 Menschen mit in den Tod gerissen.

Unterdessen teilte die Regierung in Bagdad mit, ein Cousin Saddam Husseins sei Anfang Mai nördlich von Tikrit festgenommen worden. Eiman Sabawi habe wie seine Brüder eine besonders aktive Rolle bei der Unterstützung des Terrorismus gespielt. Er habe Geld, Waffen und Sprengstoff für Anschläge besorgt.

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