Exportgeschäft
Deutschlands größter Kunde bleibt Frankreich

Seit bald dreißig Jahren ist Frankreich für Deutschland der wichtigste Handelspartner. Doch die Entwicklung zeigt in zwei Richtungen: Während Frankreich mehr aus Deutschland importiert, sanken umgekehrt die Einfuhren.
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WiesbadenFrankreich hat seinen Platz als Deutschlands wichtigster Handelspartner verteidigt. Das Handelsvolumen stieg 2012 auf 169,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Mit plus 1,1 Prozent zum Vorjahr entwickelten sich die Aus- und Einfuhren allerdings nur halb so dynamisch wie der Außenhandel insgesamt, der um 2,2 Prozent zulegte.

Auf den Rängen zwei und drei folgten die Niederlande mit einem Warenverkehr von 157,6 Milliarden Euro (+4,2 Prozent) und China mit einem Außenhandelsumsatz von 143,9 Milliarden Euro (-0,3 Prozent).

Frankreich ist seit 1975 Deutschlands wichtigster Handelspartner - dabei ist der Nachbar mit einem Anteil von 9,5 Prozent der wichtigste Einzelkunde der deutschen Exportindustrie. Im vergangenen Jahr stiegen die deutschen Exporte über den Rhein um 3,0 Prozent auf 104,5 Milliarden Euro.

Hingegen sanken die deutschen Einfuhren aus Frankreich um 1,8 Prozent auf 64,8 Milliarden Euro. Frankreich ist hinter den Niederlanden (86,6 Mrd Euro; plus 5,9 Prozent) und China (77,3 Mrd Euro, minus 2,8 Prozent) nur das drittwichtigste Herkunftsland deutscher Importe.

Auf Platz zwei der wichtigsten deutschen Exportländer lagen die USA (86,8 Mrd Euro) mit einem satten Plus von 17,7 Prozent. Dahinter rangierte das Vereinigte Königreich (72,2 Mrd Euro), in das 10,1 Prozent mehr Waren geliefert wurden als 2011. Insgesamt kletterten die Ausfuhren zum Rekordjahr 2011 um 3,4 Prozent auf 1,097 Billionen Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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