EZB-Banker Nowotny
Portugal soll unter Rettungsschirm flüchten

EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny hat dem hoch verschuldeten Portugal eine Flucht unter den Euro-Rettungsschirm nahegelegt. Allerdings sei vor allem dort der Hilfsantrag eine sehr politische Frage.
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WienAus wirtschaftlicher Sicht sei es sicherlich ratsam, dass Portugal auf die Hilfen der Euro-Partner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgreife, sagte der Chef der österreichischen Notenbank am Sonntag im ORF-Fernsehen. Denn die innenpolitische Lage habe sich nach dem Rücktritt der Regierung in der vergangenen Woche verschlechtert, und Portugal habe auch ein Problem, was die Wettbewerbsfähigkeit angehe. Zudem wies er daraufhin, dass schon im April und im Juni milliardenschwere Anleihen fällig werden. Allerdings sei ein Hilfsantrag auch immer eine sehr politische Frage, gerade nun auch in Portugal.

Portugal gilt nach Irland als der nächste Kandidat für den Euro-Rettungsschirm. Das Land war zuletzt am Finanzmarkt weiter unter Druck geraten. Die Rendite für zehnjährige Anleihen kletterte auf die Rekordhöhe von mehr als acht Prozent. Zudem stuften die Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch die Kreditwürdigkeit Portugals herab. Ministerpräsident Jose

Socrates hat aber mehrfach betont, die Schuldenkrise ohne Hilfe von außen meistern zu wollen. Er war aber mit seiner Minderheitsregierung am Mittwoch zurückgetreten, weil das Parlament eine Verschärfung des Sparkurses abgelehnt hatte. Damit stehen nun Neuwahlen an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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