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EZB-Chef Draghi: Bankenaufsicht durch EZB ist einzige Lösung

Zentralbank-Chef Mario Draghi sieht zu einer Bankenaufsicht rund um die EZB derzeit keine Alternative und verteidigt die Pläne damit gegen kritische Töne. Hohen Erwartungen erteilte er allerdings einen Dämpfer.

EZB-Präsident Mario Draghi in der Frankfurter Alten Oper zum European Banking Congress (EBC). Quelle: dapd
EZB-Präsident Mario Draghi in der Frankfurter Alten Oper zum European Banking Congress (EBC). Quelle: dapd

FrankfurtEZB-Präsident Mario Draghi hat die geplante Zusammenfassung der europäischen Bankenaufsicht unter dem Dach der Zentralbank gegen Kritik unter anderem aus Deutschland verteidigt. „Die von den europäischen Staats- und Regierungschefs gewählte Lösung - ein System rund um die EZB zu bauen - ist unter den heutigen Umständen die einzig pragmatische“, sagte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) am Freitag in Frankfurt.

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14 der 17 Notenbanken der Euro-Zone würden bereits Aufsichtsaufgaben wahrnehmen. Deshalb könne die EZB auf den auf nationaler Ebene vorhandenen Erfahrungen aufsetzen. Zwar solle die Aufsicht alle Institute erfassen. „Wir planen aber ein dezentrales System mit der Zentrale in Frankfurt“, sagte der EZB-Chef auf der Branchenkonferenz „Euro Finance Week“ in der Mainmetropole. Auch mit der in London ansässigen EBA, der erst vor kurzem in Reaktion auf die Krise geschaffenen Banken-Aufsichtsbehörde, werde die EZB zusammenarbeiten.

Kontrolle des Finanzsystems Wer den Bankern auf die Finger hauen soll

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Draghi forderte, dass die rechtlichen Grundlagen für die gemeinsame Aufsicht bis zum Jahreswechsel stehen sollten. „Dann kann man mit der Umsetzung beginnen.“ Gleichzeitig dämpfte er die hohen Erwartungen. Nach derzeitigem Stand könne die Aufsicht bei der Europäischen Zentralbank (EZB) 2013 ihre Arbeit aufnehmen, „aber dann brauchen wir Zeit“, sagte Draghi. Er stimme mit Kritikern eines allzu schnellen Fahrplans wie Bundesbank-Chef Jens Weidmann überein: „Wir müssen es zeitgerecht hinbekommen, aber wir müssen es gut machen.“

Die EZB soll schrittweise alle gut 6000 Euro-Banken beaufsichtigen. Dabei will sie mit den nationalen Aufsehern zusammenarbeiten. Neben der Bankenunion müssten die Staaten wie die EU als Ganzes Reformen vorantreiben, sagte Draghi: „Das wird das Vertrauen in unseren Kontinent wieder voll herstellen.“ In Deutschland teilen sich bislang die Finanzaufsicht BaFin und die Bundesbank die Aufsicht über die Geldhäuser.

 

  • 04.12.2012, 14:51 Uhrgeorge.orwell

    Mario Draghis EZB soll also die Banken regulieren... nachdem Draghi selbst von "Goldman Sachs" kommt ... Vom Saulus zum Paulsu quasi?

    Die Politik hält die Bürger Europas weiter zum Narren.

    Wir werden von der Mafia regiert.



  • 24.11.2012, 11:05 UhrMazi

    Wie inkompetent muss man sein, einer Behörde die Kompetenz auszubauen, wenn diese Behörde nicht an Verträge, Vereinbarungen hält.

    Wenn man ehrlich sein will und trotzdem de Macht der EZB ausbauen will, dann sollte man zuerst die Geschlossenen Verträge für nichtig erklären. Dann wissen wir doch um was es geht!

  • 23.11.2012, 14:14 UhrMazi

    "Wer den Bock zum Gärtner macht, hat das Ernten nicht bedacht!"

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