EZB-Kaufprogramm

Italien lehnt neue Hilfsauflagen ab

Falls die EZB italienische Staatsanleihen kaufen sollte, wird Italien keine neuen Auflagen akzeptieren. Doch das Land könnte einer der Profiteure des jüngst beschlossenen Programms sein.
12 Kommentare
Der italienische Ministerpräsident Mario Monti. Quelle: Reuters

Der italienische Ministerpräsident Mario Monti.

(Foto: Reuters)

CernobbioDas hochverschuldete Italien bereitet das Feld für mögliche Finanzhilfen der Euro-Partner. Sollte die EZB italienische Staatsanleihen kaufen, würde die Regierung keine Auflagen akzeptieren, die über die mit der EU-Kommission vereinbarten Ziele hinausgingen, sagte Ministerpräsident Mario Monti am Sonntag im norditalienischen Cernobbio. Wirtschaftsminister Vittorio Grilli hatte am Samstag erklärt, die Regierung in Rom habe aber nicht die Absicht, sich um das Angebot der Europäischen Zentralbank zu bemühen.

In den länderspezifischen Empfehlungen hat die Kommission Reformforderungen an die Euro-Länder gestellt. Monti erklärte, diese Empfehlungen reichten für Hilfe bei der Reduzierung der Finanzierungskosten aus, ohne ein vollständiges Rettungsprogramm beantragen zu müssen.

Die Regierung von Monti bemüht sich derzeit, möglichen Hilfen den Schrecken zu nehmen. Der Ministerpräsident nannte eine Bitte um Unterstützung am Samstag "kein Drama", versicherte aber, das dies derzeit nicht nötig sei.

Italien könnte einer der Profiteure des Anleihenkaufprogramms der Europäischen Zentralbank sein. Die EZB hat ein Ankauf-Programm angekündigt, mit dem die Refinanzierungskosten kriselnder Euro-Staaten gesenkt werden sollen. Bedingung für die Teilnahme ist, dass die Länder mit den Euro-Rettungsschirmen verbundene Reformauflagen akzeptieren. Unter dem Druck steigender Zinsen, einer flauen Konjunktur und hohen Schulden hat Monti seinem Land einen Reformkurs verordnet und beispielsweise eine Schuldenbremse in der Verfassung verankert.

  • rtr
Startseite

12 Kommentare zu "EZB-Kaufprogramm : Italien lehnt neue Hilfsauflagen ab "

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Seit circa 18 Jahren hat Deutschland einen Leistungsbilanzüberschuss von durchschnittlich 17 Milliarden Euro pro Monat. In diesen 17 Jahren konnte Deutschland, als stärkste EU-Wirtschaft, diesen Leistungsbilanzüberschuss überwiegend in der Währungsunion und vor allem dank der Überschuldung der Länder Südeuropas erreichen.
    Besonders verhängnisvoll war dass die Gewinne, die deutsche Konzerne in diesen Länder erzielt haben, überwiegend ins Nichteuroausland und z.T. in den ehemaligen Ostblockländer reinvestiert wurden, und nicht in den Euro-Länder wo sie erzielt wurden. Dies kommt einer legalen Kapitalflucht aus diesen Ländern gleich und ist für die hohe Jugendarbeitslosigkeit in diesen Länder Mitverursacher. (Spanien, Portugal, Griechenland über 50%, Italien nur etwas besser)
    Durch die Überflutung mit deutschen Industrieprodukte ist auch die Industrie dieser Ländern (besonders Italiens) stark geschrumpft, während die Deutschlands stark gewachsen ist.
    Auf diese Weise wurde auch das Wirtschaftskraft Europas gegen Osten verschoben, Deutschland dadurch selbst zum Zentrum.
    Erstaunlich ist vor allem dass Frankreich, das einzige Land das diese Entwicklung hätte verhindern oder mindestens etwas bremsen können, dies zugelassen und sogar unter Sarkozy sie unterstützt hat. Erst jetzt scheint es den Franzosen ein Licht aufzugehen. Leider spät, vielleicht zu spät um ein Auseinanderbrechen der Währungsunion, die die Franzosen in erster Linie gewollt haben, zu verhindern! Diese Entwicklung war vorauszusehen, durch die EU-Verträge, von der deutsch-französische Achse den anderen EU-Länder diktiert, waren die schwächere Euro-Länder der stärkeren Industrie Deutschlands ausgeliefert.

  • Es ist unfassbar, welche Person in Deutschland hat neben der Nominierung von Herrn Draghi auch noch der Nominierung von Herrn Constâncio zum Vizepräsidenten der EZB zugestimmt?

    Ich vermisse das Gleichgewicht von Geber-/Nehmerländern in führenden Positionen bei der EZB!!!!

    Wer dieser Besetzung zustimmte hat bewiesen, über kein Feingespür zu verfügen und hat damit seine politische Unfähigkeit unter Beweis gestellt.

    Rücktritt der Verantwortlichen in Deutschland ist überfällig!!!!

    Ergebnis: ESM <> Versailles 2.0

    So blöd können sich nur hirnlose Deutsche anstellen!

    Hoffentlich wird Deutschland von der EU bald für immer verschluckt und von der Landkarte ausradiert.

    Leider lebe ich noch hier, hoffentlich hat das bald ein ENDE.

  • Monti = Chef der bilderberger

    Noch ne Frage?

  • Italien hätte gar keine Schulden, würde es sein Geld selber aus der Luft schöpfen.


    Es müßte sich kein Geld bei den privaten Banken borgen.


    Wir bräuchten Alle kein Steuern zu bezahlen.


    Unsere Steuergelder dienen nur zur Finanzierung der privaten Banken.


    Die EZB ist keine unabhängige Bank.D


    Die EZB ist genauso ein private Bank wie die FED.


    Alle Banken leben auf unsere Kosten.


    Wir sind die Sklaven der Banken.


    Alle Politiker sind nur Marionetten dieses Systems.


    Banker und Politiker wollen dieses Sklavenystem unbedingt erhalten.


    Sie Leben von unserer Arbeit und saugen uns mittels der Steuren aus.


    Die Banker machen sich einen Spass daraus, mit unserem Geld zu zocken.


    Damit stopfen sie sich ihre Taschen voll.


    Unsere Politiker machen sich einen Spass daraus, uns so frech wie möglich zu belügen.


    Damit können sie länger an der Macht und an den Fleischtöpfen kleben.


    Unsere Regierung verstößt permanent gegen das Grundgesetz.


    Unsere Politiker leben nach einem Anderen Gesetz als wir.


    Und nun das große Geheimnis:


    Es gibt alternativen. Es gibt einen Plan B in der Wissensmanufaktur.


    Wir brauchen keine Politiker.


    Wir brauchen nur eine funktionierende Verwaltung.


    Wir brauchen keine Banker.


    Wir könnten leben wie im Paradies, ohne Politiker, ohne Banker.


    Wir müssen nur Anfangen zu Denken.


    Wir müssen nur Anfangen zu Handeln.


    Nächste Jahr sind Wahlen.


    Wir brauchen unser Sklaventum NICHT Wählen.


    Wir wählen alle ab.


    Die Politiker


    Die Banker

  • warum verklagt keiner die amerikanischen Aufsichtsbehörden ?
    pures Vasallentum europas gegenüber den USA !!
    aus dem selben Grund wird auch Goldmann sachs nicht wegen der Falschtestierung Griechenlands verklagt !!
    zusätzlich benutzt man die Ratingagenturen um vom amerikanischen ( und auch britischen !! ) Finanzdesaster abzulenken!!

  • Die Spanier feiern schon die Millarden und haben 2Tg. nach dem EZB Beschluss den Bau von Eurovega und Barcelona World
    (ca.30Millarden )beschlossen .Die Suedlaender werden die
    Gewinner sein da die Gelder in Infrastruktur und zum Wohle des Volkes (fast 100% Wohneigentuemer) eingesetzt werden

  • Ich sehe die Sache positiv. Je dreister und unverschämter sich die südländischen Bankrotteure darstellen, umso schneller wird dem Euro der Garaus beschert. Eine Gemeinschaftswährung kann nicht auf Solidarität beharren, wenn vereinzelte Länder keine Solidität garantieren wollen. Entweder wird es eine Spaltung in Nord- und Süd-Euro geben, oder es werden in Europa Zustände herrschen, die sich niemand mehr wünschen sollte!

  • Draghi und Monti arbeiten Hand in Hand, wie sie es schon bei Goldmann Sachs gut gemacht haben. Alte Freunde eben.

    Erst werden die Schulden auf alle übertragen und danach kommt der von den USA geplante Untergang des Euro.

    Schade nur, daß unsere naiven Politiker nicht wahr haben wollen was da abläuft. Die Ursache der Krise war der Bankencrash , ausgehend von den USA mit bewußt manipulierten Fakepapieren.
    Warum verklagt niemand die Aufsichtsbehörden der USA auf Schadensersatz.
    Die abgeordneten im Bundestag können nicht einmal eine saubere Rentenreform erarbeiten und umsetzen. Bei dieser Krise sind sie völlig überfordert und ohne Plan.

  • Das Schema der Eurorettung bzw. der Ausplünderung Deutschlands:

    1. Es sind ganz dringend Rettungsmaßnahmen erforderlich, die natürlich nur unter allerstrengsten Bedingungen durchgeführt werden. Natürlich muss Deutschland aus Verantwortung für Europa einen (finanziellen) Beitrag zum Gelingen leisten, aber dafür wird hinterher auch bestimmt alles besser.

    2. Deutsche Naiv-Politiker stimmen wieder einmal alternativlos zu. Merkel, Schäuble, Gabriel, Trittin beschwören Europa und die deutsche Urschuld an der Existenz aller Übel und stimmen natürlich unter strengen Auflagen zu.

    3. Die "Geholfenen" akzeptieren freudig das deutsche Geld, stellen aber (im Nachhinein natürlich) fest, dass die Auflagen absolut unerfüllbar seien und zum Kollaps ihres Landes und natürlich Europas führen würden. Frau Merkel bejaht das und stimmt zur Rettung Europas der Streichung aller Auflagen zu. Ersatzweise werden die Auflagen in den Verträgen nach 1. einfach ignoriert oder umdefiniert.

    Fazit: Das deutsche Geld ist weg bzw. in die Taschen der Reichen in Italien, Griechenland und Spanien und an Goldman Sachs umverteilt und am Schlendrian in den Mittelmeerstaaten ändert sich gar nichts. Herr Barroso und Herr Draghi setzen kalt lächelnd bereits zum nächsten Rettungs-/Plünderungsmanöver an.

    Nur die deutschen Landesverräter in Berlin merken mal wieder gar nichts und faseln von der nächsten, dann natürlich endgültigen "Rettung".

    Nach über 1 Billion uneinbringbarer Hilfen (Target2, ELA, EFSF usw.) sind ja immer noch ein paar Vermögenswerte da in Deutschland, die man plündern kann. Und die deutschen Opferpolitiker sind bereit alles zu verschenken. Also ran Monti, Draghi, GS und Ihr anderen, auf zum nächsten Schluck aus der Pulle! Deutschlands Kassen stehen weit offen zur Plünderung!

  • Merkel unschuldig? Schuldig!

    Merkel glaubt sich nach dem EZB-Beschluß zur unbegrenzten Staatsfinanzierung die Hände in Unschuld waschen zu können. Nein - wer einem Mord aus nächster Nähe unbeteiligt und regungslos zusieht ist Mittäter!

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%