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EZB-Kredite: Weber weicht vom harten Kurs gegenüber Athen ab

Griechische Staatspapiere könnten selbst dann von der Europäischen Zentralbank (EZB) als Sicherheiten für Kredite an Banken akzeptiert werden, wenn Griechenland nicht mehr die geltenden Ratinganforderungen erfüllt, deutete Bundesbank-Präsident Axel Weber am Dienstag an.

Bundesbankpräsident Axel Weber: Höhere Abschläge bei schlechterem Rating. Quelle: Reuters
Bundesbankpräsident Axel Weber: Höhere Abschläge bei schlechterem Rating. Quelle: Reuters

FRANKFURT. "Wir haben einen Rahmen für notenbankfähige Sicherheiten, der auf Ratings basiert, aber auch Haircuts (Abschläge) können in diesem Kontext eine Rolle spielen", sagte Weber gegenüber Reuters TV. "Es ist also nicht notwendigerweise die einzige denkbare Lösung, dass man ein Mindestrating hat, ab dem dann der Zugang zur Zentralbank abgeschnitten ist." Er skizzierte einen Mittelweg, mit dem sowohl Griechenland als auch die EZB leben könnten: "Man könnte höhere Abschläge verlangen und zugleich niedrigere Ratings akzeptieren", sagte Weber, der Mitglied im EZB-Rat ist. Die von der Politik ins Spiel gebrachte Möglichkeit, dass die EZB selbst Staatsanleihen bewertet, um von den Ratingagenturen unabhängig zu werden, lehnt Weber ab.

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Debatte entzündet sich an Moody's

Hintergrund der Diskussion ist die Tatsache, dass die Zentralbank ab Januar 2011 wieder - wie vor der Krise - nur Wertpapiere mit mindestens der Note "A" als Sicherheiten akzeptieren will. Ob Griechenland diese Voraussetzung erfüllen wird, hängt derzeit davon ab, wie sich das Rating der Agentur Moody's entwickelt. Sollte auch dieses Rating unter die von der EZB gesetzte Schwelle fallen, könnten die griechischen Banken des Landes schwerwiegende Refinanzierungsprobleme bekommen. Außerdem würden griechische Anleihen für Banken generell weniger attraktiv, was den Zins noch weiter nach oben treiben könnte.

Bisher hat EZB-Chef Jean-Claude Trichet kategorisch ausgeschlossen, dass die EZB ihre Regeln für Sicherheiten zugunsten Griechenlands ändern könnte.

  • 10.03.2010, 11:58 UhrAnonymer Benutzer: Realist

    Die FAZ bringt es heute im Leitartikel (Kommentar) auf den Punkt! Lesenswert!
    So redet man beispielsweise heute nicht über einen europäischen "Währungs"-fonds, sondern über einen "Schulden-"Fonds. Einstieg in den Länderfinanzausgleich auf EU-Ebene. Warum bloß ist bundes-Angie dafür?

  • 10.03.2010, 11:52 UhrAnonymer Benutzer: Leertasche

    PAPPERLAPAPP - GRiECHENLAND iST PLEiTE !
    Das wars dann wohl mit der Ernennung zum Präses der EZb.

  • 10.03.2010, 11:13 UhrAnonymer Benutzer: Richard

    anders gedacht:

    Nicht nur die griechischen banken hinterlegen bei der EZb Anleihen von Griechenland sondern auch die deutschen und anderen europäischen banken bekommen gegen Pension der Griechenanleihen billiges Zentralbankgeld, mit dem sie wieder Griechenlandanleihen mit 6,25% Verzinsung kaufen können.
    Würde die EZb diese Papiere nicht mehr akzeptieren, würden die Renditen der Anleihen weiter steigen, also auch Abschreibungsbedarf in bankbilanzen entstehen. Und die Krisengeschüttelten institute weiter schwächen will doch keiner.
    Herr Weber will EZb-Präsi werden. Die deutschen und europäischen bankerlobbyisten in den Hauptstädten Europas und brüssel werden seine Aussagen wollwollend zur Kenntniss nehmen und seine Wahl unterstützen...

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