EZB
Notkredite für Hellas-Banken um 1,2 Milliarden Euro aufgestockt

Die Europäische Zentralbank hat Kreisen zufolge die Notkredite für griechische Banken um 1,2 Milliarden Euro aufgestockt. Die sogenannten ELA-Hilfskredite sollen mittlerweile auf 73,2 Milliarden Euro angewachsen sein.
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FrankfurtDie Europäische Zentralbank (EZB) hat den griechischen Banken Kreisen zufolge deutlich mehr finanzielle Luft verschafft als in den Wochen zuvor. Die EZB habe die sogenannten ELA-Kredite („Emergency Liquidity Assistance“) um 1,2 Milliarden Euro aufgestockt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag und berief sich dabei auf eine mit der Entscheidung vertraute Personen. Die EZB erhöht in wöchentlichen Schritten die ELA-Hilfen, die laut dem Bericht auf mittlerweile insgesamt 73,2 Milliarden Euro angewachsen sind. Ein EZB-Sprecher wollte sich gegenüber Bloomberg nicht äußern.

In den Wochen zuvor waren die ELA-Hilfskredite in Tranchen von deutlich unter einer Milliarde Euro aufgestockt worden. Die griechischen Banken leiden unter Mittelabflüssen in Milliardenhöhe. Bürger und Unternehmen räumen wegen der ungewissen Zukunft des von der Pleite bedrohten Landes ihre Konten leer.

Seit dem 11. Februar können sich griechische Banken bei der EZB kein frisches Geld mehr besorgen, weil die Notenbank Hellas-Staatsanleihen sowie staatlich garantierte Bankanleihen nicht mehr als Sicherheiten akzeptiert. Die Institute sind daher auf die teureren Notkredite angewiesen, die die griechische Zentralbank vergibt. Der Umfang muss aber von der EZB genehmigt werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EZB: Notkredite für Hellas-Banken um 1,2 Milliarden Euro aufgestockt"

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  • Wir müssten alle auf der Staße sein und demonstrieren!

    Aber es interessiert in Deutschland echt keinen, denn anders ist das nicht zu erklären!
    Die Griechen interessiert es und sie bringen ihr Geld in Sicherheit und eigentlich müsste die Bank dann den Bankrott erklären!
    Mitnichten jetzt kommt die EZB!

    Was soll das, klamm heimlich werden die griechischen Banken mit Hilfskrediten versorgt, die dann wiederum dem Staat das Geld zur Verfügung stellen um die Schulden beim IWF zu bezahlen!

    ABER unsere Politiker haben in großer Zahl im Bundestag dem Freibrief für die EZB zur Finanzierung von maroden Staaten zugestimmt.

    Ist ja nicht ihr Geld, ihre Pensionen sind gesichert!

  • Zitat: "und haften müssen dafür nun alle EU-Steuerzahler [...]"
    alle? Nein, die Griechen, die keine Steuern zahlen natürlich nicht!

    PS:
    @HB - ist das sachlich genug?

  • Insolvenzverschleppung
    -----------------------
    Die EZB (Banca d'Italia) genehmigt weitere 1,2 Milliarden Euro an ELA-"Krediten".
    Welche Sicherheiten gibt es dafür?
    Mittlerweile haben sie 73,2 Milliarden Euro erreicht und die EZB nimmt keine Staatsanleihen mehr als Sicherheit an. Sie werden mit CCC bewertet, also als Ramsch!
    Und die Bürger und Unternehmen wissen genau, warum sie ihr Geld von den Banken abziehen.

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