EZB-Politik: Hollande ist überzeugt von Anleihekäufen

EZB-Politik
Hollande ist überzeugt von Anleihekäufen

François Hollande zeigt sich überzeugt davon, dass die EZB den Rückkauf von Staatsschulden beschließen wird. Dies werde einen Schub für die Konjunktur in Europa bringen. Widerspruch kommt von der deutschen Wirtschaft.
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Paris/BerlinDer französische Präsident François Hollande verspricht sich von einem breit angelegten EZB-Kaufprogramm für Staatsanleihen einen Schub für die Konjunktur in Europa. „Und zu guter Letzt, wird die Europäische Zentralbank am Mittwoch die Entscheidung fällen, Staatsanleihen zu kaufen, was der europäischen Wirtschaft erhebliche Liquidität zuführen wird und das kann ebenfalls Wachstum begünstigen“, sagte Hollande in einer Neujahrs-Ansprache zur Wirtschaftsentwicklung. Zu den positiven Faktoren zählte Hollande zudem den gefallenen Ölpreis und den Euro-Dollar-Wechselkurs.

Hollande listete in seiner Rede Faktoren auf, die nach seiner Einschätzung der europäischen Wirtschaft helfen und Frankreichs offizielle Wachstumsprognose von einem Prozent in diesem Jahr unterstützen könnten. Wie ein Mitarbeiter des Präsidialamtes erläuterte, nahm Hollande in seiner Rede nicht die Entscheidung der unabhängigen EZB am Donnerstag vorweg. Er habe lediglich ein solches Szenario zu den Faktoren gezählt, die die Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Monaten begünstigen könnten.

Die deutsche Wirtschaft hingegen warnt die EZB angesichts der geplanten Geldschwemme vor einem Währungskrieg. „Die Märkte haben schon reagiert – der niedrige Euro-Wechselkurs ist auch eine Folge des signalisierten Staatsanleihenkaufs“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Das erleichtere zwar Exporte. „Aber der niedrige Wechselkurs hat auch seinen Preis.“ Andere Länder könnten darauf reagieren. „Wenn die USA jetzt zum Beispiel ihre Zinserhöhung verschieben, um gegenüber Europa nicht an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren, droht uns eine Spirale des lockeren Geldes, bei der am Ende alle verlieren“, warnte Wansleben.

Auch die Familienunternehmer sprechen von einer „schlechten Idee“, Staatsanleihen zu kaufen. „Die EZB fühlt sich eigenmächtig zur Bekämpfung der Rezession in Europa berufen“, sagte Verbandspräsident Lutz Goebel. „Dazu hat sie aber kein Mandat und überschätzt ihre Möglichkeiten auf Kosten der europäischen Steuerzahler.“ Die Gefahr sei groß, dass vor allem die Euro-Länder wieder stärker auf neue Schulden setzten, die erst auf halbem Wege bei ihren Reformbemühungen seien.

Die EZB wird voraussichtlich am Donnerstag den Kauf von Staatsanleihen im Volumen von Hunderten Milliarden Euro beschließen. Das Programm soll Banken bewegen, ihre Staatsanleihen abzustoßen und stattdessen mehr Kredite zu vergeben. Dies soll die schleppende Konjunktur ankurbeln und einen Preisverfall auf breiter Front in der Euro-Zone verhindern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EZB-Politik: Hollande ist überzeugt von Anleihekäufen"

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  • Herr Hollande war auch von seiner Reichensteuer überzeugt. Tatsächlich wurde sie, genauso wie ganz viele seiner links-orientierten "Anpassungen" ein totaler Rohrkrepierer. Inzwischen ist die Reichensteuer klammheimlich beerdigt worden. Der Schaden bleibt trotzdem.

    Die Wahrscheinlichkeit und die Erfahrung sprechen auch bei seinem Eintreten für den Ankauf von Staatsanleihen für einen erneuten Mega-Flop.

  • mit 550 milliarden kann mann da das bedingungslose grundeinkommem aller eu bürger finanzieren?!
    geld muss dahin
    wo es ausgegeben verkonsumiert wird
    wo arbeit in den produckten steckt
    nicht dahin
    wo das luxusgut noch´n tick teurer wird

  • François Hollande zeigt sich überzeugt davon, dass die EZB den Rückkauf von Staatsschulden beschließen wird. Dies werde einen Schub für die Konjunktur in Europa bringen. Widerspruch kommt von der deutschen Wirtschaft.

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    Hollande träumt von dem Finanziellen Desaster für EUROPA ?

    Frankreich war schon immer für die Einführung des Eurobonds.

    Und an 500 MILLIONEN EUROPÄER wurde zugesichert

    dass wir keine Eurobonds bekämen...

    und in Wirklichkeit sind diese Instrumente voll aktuell...

    nennen sich nur anders !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Der Betrug an 500 MILLIONEN EUROPÄER durch die EU

    geht weiter...

    einschließlich den EU-LISSABONNER VERTRAGSBRUCH...

    worüber kein EU-Mitgliedsland mehr ein Wort darüber abgibt

    UND AUCH DIE MEDIEN SIND MUNDTOD GEMACHT WORDEN !!!!!










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