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Asmussen sieht den Stabilitätspakt in Gefahr

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Deutschland hat sich isoliert

Ziel der neuen Initiative der EU-Kommission ist es, den Krisen-Ländern mehr Spielraum zu geben, um ihre mittelfristigen Haushaltsziele zu erreichen. Bei der Kofinanzierung von EU-Strukturfondsprojekten müssen die Staaten einen Teil der Kosten selbst tragen, meistens die Hälfte. In einer Mitteilung will die EU-Kommission vorschlagen, dass diese Mittel auf das Defizit angerechnet werden. Den Plan werde die Behörde am 29. Mai vorstellen, hieß es.

Die Bundesregierung lehnt das Vorhaben ab. Sie sieht durch die Anrechnung der Kofinanzierung zwar keine dramatischen Auswirkungen. Aber sie fürchtet ein Einfallstor. Es könnten Forderungen folgen, weitere öffentliche Ausgaben anzurechnen, zum Beispiel Wachstumsprogramme.

Euro-Krise EU will Schuldenregeln lockern

Die EU-Kommission will die Haushaltsregeln aufweichen und öffentliche Investitionen bei den Staatsdefiziten teilweise anrechnen. Die Bundesregierung lehnt das Vorhaben ab. Sie fürchtet ein Einfallstor.

Euro-Krise: EU will Schuldenregeln lockern

Allerdings sei man in der Frage isoliert, hieß es in Berlin. Die Staats- und Regierungschefs hatten bei ihrem Dezember-Gipfel vereinbart, dass „die Möglichkeiten, die der bestehende haushaltspolitische Rahmen der Union bietet, um den Bedarf an produktiven öffentlichen Investitionen mit den Zielen der Haushaltsdisziplin in Einklang zu bringen, (...) in vollem Umfang genutzt werden“ können. Auf diesen Passus beruft sich die EU-Kommission nun bei ihrem Plan.

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In Brüssel wird betont, dass es nicht um Zugeständnisse bei laufenden Defizitverfahren gehe. Die Kofinanzierung bei den Strukturfonds soll im sogenannten präventiven Teil des Stabilitätspakts berücksichtigt werden - also nur beim Anpassungspfad zum mittelfristigen Defizitziel, das in der Regel bei 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegt. Ein Staatsdefizit von mehr als drei Prozent müsste wie bisher verringert werden.

  • 28.05.2013, 09:42 UhrG4G

    Das System ist zu komplex Hilfsprogramme. Unterm Strich ist und war jede Billion Hilfsgeld für die Katz.
    Das System ist praktisch schon seit Jahren klinisch tot. Der Finanzkadawer wird wieder die Vernunft am "Leben" gehalten.
    Es ist Zeit für einen runden Tisch in Europa, ohne Besserwisser, ohne Selbstsucht, ohne Bänker.
    Dann muss man Klartext sprechen und die Zielrichtung für Europa genau 1x festlegen. Die Zeit für Kompromisse ist vorbei. KOmpromiss bedeutet Verlust, wird aber im Deutschen regelmäßig falsch übersetzt.
    Ich kenne keinen Politiker der dazu fähig wäre...
    Hier liegt das Problem.

  • 28.05.2013, 08:02 Uhreli

    Asmussen tut alles, um am Trog zu bleiben. Er wird auch dem zustimmen, er ist einfach ein Opportunist auf unsere Kosten.

  • 27.05.2013, 23:36 Uhrcountryman

    Die Abwehrreaktion gegenüber Brüsseler Überlegungen zu einer "differenzierten" Anwendung des Stabilitäts-und Wachstumspakts erinnern eher an einen automatischen Reflex.Natürlich ist es im Grundsatz richtig, denkbaren Fehlentwicklungen frühzeitig entgegenzutreten und Schlimmeres zu verhindern. Die Wahrscheinlichkeit ist aber gross, dass sich die Kommission (und andere Länder mit prekärer Haushaltslage) durchsetzen werden und dabei auch durchaus plausible Argumente anführen. Denn so kann es nicht weitergehen: 6 Quartale anhaltende Rezession bzw Stagnation in der Eurozone, steigende Arbeitslosigkeit und unbefriedigende Budgetentwicklungen machen deutlich, dass die bisherige Krisenstrategie nicht funktioniert und grundlegend überarbeitet werden muss!

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