Fälschungsvorwurf
US-Zeitung verlangt Entschuldigung von Michael Moore

Michael Moore soll für seine Anti-Bush-Dokumentation „Fahrenheit 9/11“ die Titelseite einer US- Regionalzeitung gefälscht haben. Das Blatt „Pantagraph“, das im Staat Illinois erscheint, verlangte dafür am Montag eine öffentliche Entschuldigung und eine symbolische Schadenersatz-Zahlung von einem Dollar.

HB NEW YORK. Der Film, in dem Moore die Politik von US-Präsident George W. Bush scharf kritisiert, hatte in Cannes die Goldene Palme gewonnen. Nach Angaben der Verleger hat Moore in Szenen seines Films, in denen es um das umstrittene Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl 2000 ging, unter dem Kopftitel des Blattes eine Schlagzeile montiert, die den Sieg des damaligen demokratischen Kandidaten Al Gore in Florida verkündete.

Die Überschrift „Latest Florida recount shows Gore won election“ (Letzte Nachzählungen aus Florida sehen Gore als Gewinner der Wahl) sei jedoch keineswegs auf der Seite 1 und auch nicht über einem redaktionellen Bericht erschienen, sondern im hinteren Teil und erheblich kleiner als Titel eines Leserbriefes.

Die Überschrift sei keine nachrichtliche Feststellung gewesen, wie Moore suggeriert habe, sondern lediglich die Meinungsäußerung eines Lesers. „Wenn er (Moore) den „Pantagraph“ redigieren will, dann sollte er sich um einen Job als Redakteur bewerben“, schrieb das Blatt. Weder Moore, noch seine Vertriebsfirma Lions Gate wollten sich zu dem Manipulationsvorwurf äußern.

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