Fahne unter Wasser gehisst
Russland erhebt Anspruch auf Arktis-Rohstoffe

Mit einer spektakulären Tauchaktion am Nordpol hat Russland seinen Anspruch auf die reichen Öl- und Gasvorräte in der Arktis geltend gemacht. Symbolisch wurde unter Wasser die russische Nationalfahne gehisst. Doch Russland ist nicht der einzige Staat, der die Bodenschätze für sich beansprucht.

HB MOSKAU. Russische Polarforscher stießen am Donnerstag erstmals in der Geschichte der Nordpolexpeditionen mit einer bemannten Tauchkapsel bis zu einer Tiefe von 4261 Metern auf den Meeresboden vor, wie die Nachrichtenagentur Itar-Tass meldete. Die Expedition mit Wissenschaftlern und Politikern wollte auf dem Grund des Eismeeres eine russische Fahne aus Titan aufstellen, um auf die Arktis-Ambitionen Moskaus hinzuweisen.

Auch die sogenannten Polarstaaten USA, Kanada, Dänemark und Norwegen erheben Ansprüche auf das Gebiet. Nach internationalen Verträgen dürfen die fünf Länder mit Land innerhalb des Polarkreises eine 320 Kilometer breite, an ihren Küsten beginnende Wirtschaftszone beanspruchen. Doch seit 2001 verlangt die Regierung in Moskau einen größeren Teil inklusive des Nordpols. Schließlich sei der arktische Meeresboden über dieselbe Kontinentalplatte mit Sibirien verbunden. Unter dem Eis des Nordpols liegen viele Bodenschätze.

Ziel der russischen Expedition sei es nun, wissenschaftliche Beweise dafür zu sammeln, dass das Unterwassergebirge am Nordpol mit dem russischen Festland verbunden ist, sagte Außenminister Sergej Lawrow nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax. Die Frage des Eigentums müsse auf Grundlage internationalen Rechts neu geregelt werden.

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