Faire Handelsbeziehungen
G8-Thema: Afrika braucht keine Almosen

  • Almosen

    : Muammar al Gaddafi brachte es auf dem Punkt. „Betteln wird für Afrika keine Zukunft schaffen“, sagte der libysche Staatschef auf dem Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) in Sirte. „Wir brauchen keine Wohltätigkeiten.“ Auf dem G8-Gipfel hoffen die 14 ärmsten Staaten Afrikas gleichwohl auf einen Schuldenerlass.
  • Hilfe

    : Ohne Unterstützung wird Afrika auch in Zukunft nicht leben müssen. Die AU hat ihre westlichen Partner aufgefordert, den Schuldenerlass ab 2007 auf ganz Afrika auszudehnen. Alle afrikanischen Staaten zusammengenommen haben nach Schätzungen der Weltbank etwa 350 Mrd. Dollar Schulden. „Jetzt ist die Zeit für ernsthaftes und gemeinsames Vorgehen“, sagte der Vorsitzende der AU, Nigerias Präsident Olusegun Obasanjo. Für Afrika sei nicht nur der Erlass von Schulden wichtig, sondern auch frisches Geld – und zwei Sitze im Uno-Sicherheitsrat. Die EU will ihre Entwicklungshilfe bis 2015 auf 45 Mrd. Euro steigern und einen „euro-afrikanischen Pakt“ erarbeiten, kündigte EU-Kommissionspräsident Barroso an.
  • Handel

    : Faire Handelsbeziehungen sind nach Auffassung der Uno das wirksamste Mittel, um die Entwicklung Afrikas zu beschleunigen. „Hätten sie die Wahl, würden sich die meisten Länder lieber selbst aus der Armut herausarbeiten, als von Almosen zu leben“, sagte Uno-Generalsekretär Kofi Annan. Er hofft, dass in Schottland auch der Welthandel zur Sprache kommt. Dazu gehört die Vollendung der so genannten Doha-Runde der Welthandelsorganisation (WTO), die den Entwicklungsländern besseren Zugang zu den globalen Märkten ermöglichen soll. Doch dazu müssen Agrar-Subventionen in der EU und den USA abgebaut werden. 2004 hatder Handel Afrikas zwar einen kräftigen Sprung gemacht, so stiegen die Exporte nominal um mehr als 30 Prozent. Ein Großteil davon geht jedoch auf Preisbewegungen zurück. Real kletterten die Ausfuhren nur um sechs Prozent – drei Prozentpunkte weniger als im Weltdurchschnitt.
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