Fakten
Die PKK und die Kurdenregion im Nordirak

Die türkische Armee hat einen Vorstoß in den Nordirak unternommen, um kurdische PKK- Rebellen zu bekämpfen. die nordirakische Kurdenregion ist seit mehr als 15 Jahren weitgehend autonom. Die wichtigsten Fakten zur PKK:
  • Die Kurden stellen rund ein Fünftel der irakischen Bevölkerung. Sie leben vor allem im gebirgigen Norden. Kurdische Bevölkerungsanteile gibt es auch in den direkt angrenzenden Gebieten in den Nachbarstaaten Türkei, Iran und Syrien.

  • Schätzungsweise 3000 Kämpfer der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sollen sich in den Bergen im Nordirak versteckt halten. PKK-Führer Abdullah Öcalan hatte 1999 den bewaffneten Kampf der Gruppe für beendet erklärt; Mitte 2004 kündigte diese jedoch den Waffenstillstand auf.

  • Die Europäische Union und die USA betrachten die PKK als terroristische Organisation. In Deutschland ist die Gruppe verboten. Die deutschen Behörden haben zuletzt wiederholt PKK-Mitglieder an die Türkei ausgeliefert.

  • Neben Angriffen der PKK-Kämpfer vom Irak aus fürchtet die Regierung in Ankara auch die Entstehung eines kurdischen Staates in unmittelbarer Nachbarschaft, der das Streben der Kurden in der Türkei nach Unabhängigkeit verstärken könnte.

  • Die nordirakische Kurdenregion ist seit mehr als 15 Jahren weitgehend autonom. Nach dem Golfkrieg 1991 schufen die Alliierten im Nordirak eine von den USA und Großbritannien geschützte Flugverbotszone, was noch unter dem damaligen Machthaber Saddam Hussein zu der Autonomie führte.

  • Seit der US-geführten Invasion in den Irak und dem Sturz Saddams 2003 ist der Norden im Vergleich zum Rest des Landes weitgehend von Gewalt verschont geblieben. Viele Iraker unterschiedlicher Volksgruppen haben deshalb dort Zuflucht gesucht. In jüngster Zeit kommt es jedoch auch in der Kurdenregion vermehrt zu Anschlägen.

  • Für Spannungen sorgt der Status des ölreichen Gebiets Kirkuk. Die gleichnamige Stadt liegt zwar knapp außerhalb der autonomen Region, wird aber von den Kurden als historische Hauptstadt beansprucht. In ihr leben jedoch auch Araber und Turkmenen. Die irakische Verfassung von 2005 sieht ein Referendum über den künftigen Status der Stadt noch in diesem Jahr vor.
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