Falkland-Streit
Argentinien droht Ölfirmen

Der Streit um die Falkland-Inseln hat eine neue juristische Note erhalten: Die Regierung droht britischen Ölförderern, die vor der Inselgruppe Probebohrungen durchführen, und deren Unterstützern mit Rechtsschritten.
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Buenos AiresIm Streit um die Falklandinseln hat die argentinische Regierung Großbritannien mit juristischen Schritten gegen die in dem Gebiet tätigen Erdölfirmen gedroht. Deren Tätigkeiten seien illegal, sagte Argentiniens Außenminister Héctor Timerman in Buenos Aires. „Es ist vollständig bewiesen, dass sie unrechtmäßig handeln.“ Zahlreiche Länder unterstützten bei den Vereinten Nationen die Position Argentiniens, ergänzte Timerman.

Die rechtliche Offensive in und außerhalb Argentiniens werde sich auch gegen Banken und andere Unternehmen richten, die die Öl-Konzerne finanziell, logistisch oder beratend unterstützten, ergänzte er. Ohne deren Beteiligung sei das Öl-Geschäft nicht möglich. Großbritannien hatte 2010 Ölbohrungen in den Gewässern der von Argentinien beanspruchten Falklands zugelassen. Von 2016 an wollen britische Firmen dort Erdöl fördern.

Argentinien hatte am 2. April 1982 während der damaligen Militärdiktatur die seit 1833 von Großbritannien verwalteten Falklandinseln im Südatlantik besetzt. In einem zweieinhalb Monaten dauernden Krieg eroberten die Briten die in Argentinien Malvinas genannte Inselgruppe zurück. Fast 1000 Menschen wurden bei den Kämpfen getötet.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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