Fall Christine Lagarde
Gerichtsentscheid erst nach IWF-Beschluss

Die Amtsmissbrauchsvorwürfe gegen Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde überschatten weiter die Bewerbung der Französin für den IWF-Vorsitz. Doch ein Urteil fällt erst nach der Neubesetzung des IWF-Chefpostens.
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ParisÜber das drohende Ermittlungsverfahren gegen die französische Finanzministerin Christine Lagarde wird nun erst befunden, nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) den Nachfolger von Dominique Strauss-Kahn bestimmt hat. Lagarde gilt als klare Favoritin für den Posten, der nach dem Rücktritt von Strauss-Kahn wegen des Vorwurfs versuchter Vergewaltigung neu besetzt werden muss.

Das zuständige französische Gericht verschob seine bislang für diesen Freitag geplante Entscheidung auf den 8. Juli, wie aus Justizkreisen verlautete. Die Politikerin hatte gegen den Rat ihres Ministeriums in einem Rechtsstreit einen für den Staat sehr kostspieligen Vergleich akzeptiert. Die Justiz muss befinden, ob gegen Lagarde daher eine formelle Untersuchung wegen Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Gelder eingeleitet wird. Sollte es dazu kommen, würde dies ihren Wechsel an die IWF-Spitze gefährden.

Der IWF will den Nachfolger am 30. Juni berufen. Die Frist zur Benennung der Kandidaten lief am Freitag ab.  

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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