Fall Trayvon Martin
Was macht die US-Regierung?

„Tragisch und unnötig“ findet US-Justizminister den Fall Trayvon Martin: Indirekt kritisiert er damit den Freispruch des Todesschützen. Doch noch herrscht Unklarheit, wie und ob die US-Regierung handeln will.
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New YorkDie US-Regierung lässt offen, ob sie den Fall des erschossenen schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin nach dem umstrittenen Freispruch des Todesschützen vor ein Bundesgericht bringt. Allerdings bezeichnete Justizminister Eric Holder den Fall am Montag in einer Rede vor etwa 14.000 Mitgliedern einer afroamerikanischen Studentinnenverbindung in Washington als „tragisch und unnötig“. Er fügte hinzu: „Das Justizministerium teilt eure Sorgen. Ich teile eure Sorgen.“

Mehr als 800.000 Menschen haben eine Online-Petition der Bürgerrechtsorganisation NAACP unterzeichnet, in der Holder dazu aufgerufen wird, zivilrechtliche Schritte gegen den Schützen George Zimmerman einzuleiten. Ein Geschworenengericht in Florida hatte den 29-Jährigen am Samstagabend freigesprochen. Bei Bürgerrechtlern sorgte das Urteil für Entsetzen. Tausende gingen aus Protest auf die Straßen.

Zimmerman, der sowohl Latino als auch weiß ist, hatte als Mitglied einer Nachbarschaftswache den 17-jährigen Martin im Februar 2012 während einer Patrouille erschossen. Er gab an, aus Notwehr gehandelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft warf ihm Mord mit bedingtem Vorsatz vor. Kritiker sagen, Zimmerman habe Martin nur deshalb für verdächtig gehalten, weil er schwarz gewesen sei.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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