Fall Zumwinkel
Liechtensteins Botschafter bedauert, dass Erinnerungen wach werden

Der neuerliche Skandal, in den der Finanzplatz Liechtenstein verwickelt ist, kommt aus Sicht des Botschafters des Fürstentums in Berlin, Seine Durchlaucht Prinz Stefan von und zu Liechtenstein, zu einem denkbar unglücklichen Zeitpunkt.

ZÜRICH Gegenüber dem Handelsblatt weist er daraufhin, dass sich in der kommenden Woche der liechtensteinische Regierungschef und Finanzminister Otmar Hasler bei seinem Berliner Amtskollegen Peer Steinbrück angesagt hat.

Auch der aktuelle Fall dürfte nun ein Thema sein, meint der Botschafter. Er spricht sich dafür aus, die Kooperationsbereitschaft mit europäischen Behörden weiter auszuweiten. „Da hat sich in den vergangenen Jahren vieles massiv geändert und wir werden noch mehr tun.“ Das läge im Interesse des Fürsten und der Regierungen. „Alle Teilnehmer des Finanzplatzes Liechtenstein sind sich bewusst, dass sie sich in immer engere Kooperationen begeben müssen. Die Zukunft liegt nicht in der intensiven Ausweitung des Bankgeheimnisses, sondern darin Kernkompetenzen Liechtensteins innerhalb eines europäischen Rechtsrahmens zu sichern.“

Dazu gebe es genügend Ansätze, die auch aus Sicht der großen EU-Mitgliedsstaaten legal seien. Er bedauerte, dass die aktuellen Vorfälle rund um den Postchef Klaus Zumwinkel ungute Erinnerungen weckten und verwies darauf, dass der Fall sich vermutlich schon länger hinziehe. „Es wird eine der letzten Geschichten dieser Art sein.“

Oliver Stock
Oliver Stock
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur
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