Familientreffen
Süd- und Nordkorea verhandeln wieder

Im Sommer drohten sich Süd- und Nordkorea noch gegenseitig mit Vergeltung. Jetzt versuchen die Länder, einen dauerhaften Dialog auf den Weg zu bringen. Seoul will getrennten Familien regelmäßige Treffen ermöglichen.

SeoulVier Monate nach einem Abkommen über Schritte zur Entspannung haben Süd- und Nordkorea neue Gespräche aufgenommen. Bei dem Treffen im gemeinsam betriebenen Industriepark in der grenznahen nordkoreanischen Stadt Kaesong wollten beide Seiten ausloten, wie der Austausch und die Zusammenarbeit vertieft werden können. Er hoffe, dass beide Seiten verschiedene Probleme schrittweise lösen können, sagte Südkoreas Delegationsleiter, Vize-Vereinigungsminister Hawang Boo Gi, nach Berichten südkoreanischer Sender zum Auftakt der Unterredungen am Freitag. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Südkorea hofft, dass sich beide Seiten unter anderem auf regelmäßige Begegnungen zwischen Familien einigen können, die durch den Korea-Krieg (1950-53) auseinander gerissen worden sind. Zudem wurde erwartet, dass die nordkoreanische Seite über die Wiederaufnahme eines gemeinsamen Programms für Reisen zum Kumgang-Gebirge in Nordkorea sprechen wolle. Das seit 2008 eingefrorene Projekt war eine wichtige Devisenquelle für das kommunistische Regime in Pjöngjang.

Die nordkoreanische Delegation wurde bei dem Treffen von Jon Jong Su, einem stellvertretenden Leiter des Sekretariats des Komitees für die Friedliche Wiedervereinigung Koreas, geleitet.

Mit den Gesprächen setzten beide Seiten einen weiteren Punkt ihres Abkommens vom August um. Nach neuen Spannungen hatten Spitzenvertreter beider Länder damals auch vereinbart, dass der Dialog fortgesetzt werden sollte.

Im Sommer hatten sich die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel nach einem Zwischenfall an der Grenze verschärft. Südkoreas Militär hatte als Vergeltung für die Verletzung eigener Soldaten durch mutmaßlich nordkoreanische Landminen seine Beschallungsaktion über die Grenze mit Propaganda wieder aufgenommen. Die Beschallung wurde wieder abgestellt, nachdem Nordkorea sein Bedauern über den Zwischenfall geäußert hatte.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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