Farc-Guerilla
Elf Tote bei Kämpfen in Kolumbien

Bei einem Angriff der kolumbianischen Farc-Rebellen auf Militärs sind mehrere Menschen gestorben. Ein Journalist des Senders France2 geriet in die Gefangenschaft der Rebellen - die Länder arbeiten an seiner Freilassung.
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Bogotá/ParisBei einem Angriff der linken Farc-Guerilla sind in Kolumbien mindestens vier Mitglieder der Sicherheitskräfte und sieben Rebellen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums starben drei Militärs und ein Polizist sowie die Rebellen bei den am Samstag begonnenen Kämpfen nahe der Ortschaft La Montañita im südkolumbianischen Department Caquetá. Ein französischer Journalist geriet nach Angaben des Außenministeriums in Paris in die Fänge der Farc.

Die Soldaten waren mit Hubschraubern gelandet, um Drogenlabore aufzuspüren, als sie von rund hundert Rebellen der „Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens“ (Farc) mit Bomben angegriffen wurden. Fünf Labore, die wöchentlich bis zu zwei Tonnen Kokain produzieren konnten, seien zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Kämpfe dauerten bis zum Sonntag.

Der Kolumbien-Korrespondent des französischen Fernsehsenders France24, Romeo Langlois, sei bei den Gefechten von der Farc entführt worden, sagte Außenminister Alain Juppé in Lyon. Das französische Krisenzentrum stehe in Verbindung mit den kolumbianischen Behörden. Der 35-Jährige Franzose war mit den Militärs im Hubschrauber in das Gebiet geflogen. France24 bestätigte, der Kontakt zu Langlois sei bei dem Militäreinsatz in Caquetá abgebrochen.
Kolumbiens Verteidigungsminister Carlos Pinzón erklärte auf einer Pressekonferenz am Sonntag, Langlois sei am linken Arm verletzt worden. Als er verwundet worden sei, habe er Helm und Schutzweste abgelegt und sei zu den Angreifern gelaufen, um sich als Zivilperson erkennen zu geben. Pinzón forderte die Farc auf, den Journalisten als Kriegsberichterstatter anzuerkennen und sein Leben zu schützen.

Vier Soldaten und ein Polizist, die ebenfalls vermisst worden waren, wurden nach Angaben der Online-Ausgabe der Zeitung „El Tiempo“ am Sonntag lebend aufgefunden. Zehn Militärs und Polizisten seien insgesamt verletzt worden. Erst am Freitag waren fünf Soldaten bei Kämpfen mit Farc-Rebellen im benachbarten Department Valle del Cauca ums Leben gekommen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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