Farc-Rebellen: Geiseln in Kolumbien nach sechs Jahren frei

Farc-Rebellen
Geiseln in Kolumbien nach sechs Jahren frei

Nach jahrelanger Gefangenschaft sind zwei Geiseln der linksgerichteten Farc-Rebellen in Kolumbien wieder freigekommen. Vermittler Hugo Chávez feierts ich selbst. Doch Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt befindet sich noch immer in der Hand ihrer Entführer.

HB CARACAS/BOGOTA. Die beiden freigelassenen sind Clara Rojas, eine Mitarbeiterin der früheren Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt, und die ehemalige Parlamentsabgeordnete Consuelo Gonzalez. Die Freilassungsaktion wurde von Venezuelas Staatschef Hugo Chávez eingefädelt. „Die Kontakte mit den Farc werden fortgesetzt. Es gibt neue Vorschläge (zur Freilassung weiterer Geiseln).

Ich hoffe, dass wir und die Regierung von Kolumbien den humanitären Austausch aufbauen können“, sagte Chávez, der die beiden Frauen kurz begrüßte. Der Linksnationalist rief Kolumbiens konservativen Staatschef Alvaro Uribe und Farc-Führer Manuel Marulanda auf, neue Wege zum Frieden zu suchen. Der Frieden in Kolumbien, wo die Farc den Staat seit über 40 Jahren bekämpfen, sei möglich.

Nach wochenlangen Verhandlungen hatten die Rebellen der linksgerichteten „Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens“ (FARC) die beiden Frauen in einem Indiodorf im kolumbianischen Department Guaviare auf freien Fuß gesetzt. Hubschrauber hatten die beiden Frauen sowie Vertreter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und der venezolanischen Regierung zunächst zu einem Luftwaffenstützpunkt im Südwesten von Venezuela gebracht. Danach flogen alle in einem Flugzeug nach Caracas weiter.

Das venezolanische Fernsehen zeigte Bilder der Geiselübergabe. Die beiden Frauen verabschiedeten sich per Handschlag von den Rebellen, die ihnen „ein gutes Jahr“ wünschten. Rojas sagte dabei, die Freilassung sei „wie eine Wiedergeburt“. Die Ex-Abgeordnete González bedankte sich bei Chávez und sagte: „Präsident Chávez, geben Sie nicht auf. Darum bitten alle weiter festgehaltenen Geiseln“.

Hubschrauber aus Venezuela waren am Donnerstagvormittag zur geplanten Übergabe der Frauen nach Kolumbien geflogen. Kolumbiens Verteidigungsminister Juan Manuel Santos hatte versichert, in einem großen Gebiet von Guaviare würden alle Bewegungen der Streitkräfte ausgesetzt, um die Übergabe nicht zu gefährden.

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