Fassbomben
Human Rights Watch fordert Syrien-Sanktionen

Heizöl und Düngemittel, Metallbehälter, Zündschnur: Fertig ist die Fassbombe. Ihr militärischer Nutzen ist jedoch fraglich. Deshalb verurteilt Human Rights Watch die syrische Regierung für ihre Fassbombeneinsätze.
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New YorkDie Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat wegen des wiederholten Einsatzes von Fassbomben im syrischen Bürgerkrieg UN-Sanktionen gegen die Regierung in Damaskus gefordert.

Tausende Zivilisten seien beim Abwurf der mit Sprengstoff gefüllten Ölfässer aus Armeehubschraubern getötet worden, erklärte HRW am Dienstag. Die Auswertung von Satellitenaufnahmen habe gezeigt, dass im vergangenen Jahr alleine in der umkämpften Stadt Aleppo im Norden Syriens mehr als tausend Fassbomben detoniert seien. In der südlichen Provinz Daraa wurden demnach mindestens 450 Einschläge registriert.

HRW forderte den UN-Sicherheitsrat auf, Sanktionen und ein Rüstungsembargo gegen die syrische Regierung zu verhängen. "Ein Jahr lang hat der Sicherheitsrat nichts getan, um Baschar al-Assads mörderische Bombenangriffe auf Rebellengebiete zu stoppen, durch die Zivilisten terrorisiert, getötet und vertrieben wurden", klagte der HRW-Experte Nadim Houry. Er rief Syriens Verbündete Russland und China auf, Sanktionen mit ihrem Veto im Sicherheitsrat nicht länger zu blockieren.

Der Abwurf der Sprengstofffässer über bewohntem Gebiet wurde wiederholt von Menschenrechtsgruppen und in einer UN-Resolution verurteilt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon drängte die internationale Gemeinschaft in der vergangenen Woche zum sofortigen Handeln, um die Fassbombenangriffe in Syrien zu beenden.

In dem seit fast vier Jahren andauernden Bürgerkrieg wurden Schätzungen zufolge bereits mehr als 210.000 Menschen getötet. Millionen Syrer wurden zu Flüchtlingen im In- und Ausland.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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