Fast eine Milliarde Dollar sollen nach Asien fließen
USA geben die meiste Fluthilfe

US-Präsident George W. Bush will die Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Asien fast verdreifachen. Er werde im Kongress 950 Mill. Dollar (rund 740 Mill. €) beantragen, teilte das Weiße Haus am Mittwoch mit. Die Bewilligung gilt als Formsache.

HB WASHINGTON. Die USA werden damit der größte Spender, vor Australien und Deutschland. Bislang lag der zugesagte US-Beitrag bei 350 Millionen Dollar. Die deutsche Bundesregierung stellt für die nächsten drei bis fünf Jahre 500 Millionen Euro zur Verfügung. Die privaten US-Spenden werden auf mehr als 700 Millionen Dollar geschätzt.

Rund ein Drittel der US-Summe, 348 Millionen Dollar, soll die bisherigen Ausgaben des Verteidigungsministeriums und der Entwicklungshilfeagentur (USAID) abdecken. Die US-Marine hatte unmittelbar nach der Flutwelle am 26. Dezember 26 Kriegsschiffe, die in der Region waren, zum Hilfseinsatz herangezogen. Zeitweise halfen fast 16 000 US-Soldaten bei der Verteilung von Hilfsgütern. Bei dem Tsunami waren in zwölf Ländern nach jüngsten Schätzungen mehr als 280 000 Menschen ums Leben gekommen. 750 000 verloren Hab und Gut.

Ein weiteres Drittel, 339 Millionen Dollar, ist für Infrastrukturprojekte wie Straßenbau, Schulen und Kanalisation vorgesehen. Der Rest ist für Lebensmittel, Zelte und Decken sowie psychologische Hilfe für die Opfer gedacht. Auch soll damit die Entwicklung von Frühwarnsystemen und technischen Programmen unterstützt werden, die den Ländern helfen sollen, Wiederaufbauprojekte effizient zu gestalten und zu überwachen.

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