Faule Kredite
US-Regierung will Hausbesitzern helfern

Im Kampf gegen die Welle fauler Immobilienkredite hat die US-Regierung Erleichterungen für Hunderttausende amerikanischer Hausbesitzer angekündigt. Notleidenden Kreditnehmern, die von der Zwangsvollstreckung bedroht sind, sollen unter bestimmten Bedingungen niedrigere Raten und ein Zahlungsaufschub gewährt werden.

HB WASHINGTON. Wie die US-Wohnungsbehörde am Dienstag mitteilte, werde die Tilgung von Immobilienkrediten bei den inzwischen praktisch verstaatlichten Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac erleichtert. Die monatlichen Ratenzahlungen würden für Hausbesitzer reduziert, die von einer Zwangsvollstreckung bedroht seien und mehr als 38 Prozent ihres Einkommens zur Rückzahlung des Darlehens aufwenden müssten. Behördenchef James Lockhart rief die Branche dazu auf, die Vereinbarung als Standard zu übernehmen.

Das Programm gehört zu einer Reihe von Maßnahmen, um die Rekordzahl an Zwangsvollstreckungen zu mindern und den Preisverfall am Häusermarkt aufzuhalten. Kritiker hatten die bisherigen Schritte als ineffektiv bezeichnet. „Die Idee, Hypothekenfinanzierer mit mildem politischem Druck an den Tisch zu bringen und darauf zu hoffen, dass sie den Darlehensnehmern helfen, hat nicht funktioniert. Ich hoffe, das heutige Programm geht weiter“, sagte Rechtsanwalt John Taylor, der in Not geratene Kreditnehmer vertritt.

Über Fannie Mae und Freddie Mac laufen direkt oder indirekt rund die Hälfte der US-Hypotheken. Die Regierung hatte Anfang September die Kontrolle bei den beiden angeschlagenen Instituten übernommen, nachdem die Blase am Häusermarkt in den USA geplatzt war und immer weniger Menschen ihre Hypotheken zurückzahlen konnten. Der Plan vom Dienstag wurde teilweise von der Industriegruppe Hope Now entwickelt, die im vergangenen Jahr von Finanzminister Henry Paulson ins Leben gerufen worden war. Hope Now soll Hausbesitzern helfen, die um ihre Existenzgrundlage fürchten.

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