FBI deckt Komplott in den USA auf
„Extremisten wollten so viele US-Soldaten wie möglich töten“

In den USA ist offenbar ein Terroranschlag auf einen Armeestützpunkt vereitelt worden. Sechs mutmaßliche islamische Extremisten wurden am Dienstag festgenommen, die einen Überfall auf Fort Dix in New Jersey geplant haben sollen.

HB FORT DIX. Die Männer im Alter zwischen 22 und 28 Jahren wurden am Dienstag in Camden dem Haftrichter vorgeführt. Die US-Bundespolizei FBI wirft ihnen vor, sie hätten bei einem Angriff auf Fort Dix in New Jersey „so viele Soldaten wie möglich“ töten wollen. Mit verdeckten Ermittlern kam die Polizei der Gruppe auf die Spur. Die Verdächtigen wurden laut FBI am Montagabend festgenommen, als sie Sturmgewehre und andere Waffen kaufen wollten.

Wie aus den Gerichtsakten hervorgeht, sollen die Männer einen Angriff mit Schusswaffen und Panzerabwehrraketen geplant haben. Sie hätten „alles in Flammen aufgehen lassen“ wollen. „Wir hatten es mit einer Gruppe zu tun, die eine Kolonne bildete, um eine Armee anzugreifen“, sagte FBI-Sprecher J.P. Weis auf einer Pressekonferenz. „Sie haben ihr Ziel ausgemacht, sie haben Erkundungsarbeit geleistet. Sie hatten Karten. Und sie waren dabei, Waffen zu kaufen. Zum Glück konnten wir sie stoppen“, fügte Weis hinzu.

Die sechs hätten neben Fort Dix auch andere Stützpunkte in New Jersey, Delaware und Pennsylvania ausgekundschaftet, hieß es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft. Vier der Männer stammen aus dem ehemaligen Jugoslawien, einer aus Jordanien und einer aus der Türkei. Alle sechs lebten seit Jahren in den USA, drei hielten sich allerdings illegal dort auf. Die Verdächtigen erklärten laut Gerichtsdokumenten, sie seien bereit gewesen, „im Namen Allahs“ zu töten und zu sterben. Der Sprecher des Weißen Hauses, Tony Snow, sagte, es gebe keine Hinweise auf Verbindungen zum internationalen Terrorismus.

Der Plan für das Blutbad in Fort Dix wurde aufgedeckt, nachdem die Männer ein Video gedreht hatten, das sie bei Schießübungen zeigt, wie das FBI mitteilte. Das Band brachten sie in einen Laden, um die Aufnahmen auf DVD brennen zu lassen. Weis sagte, ein aufmerksamer Angestellter habe die Behörden alarmiert. Die Ermittler schleusten daraufhin vor mehr als einem Jahr zwei Informanten in die Gruppe ein.

In Fort Dix werden Soldaten ausgebildet, zumeist Reservisten. Sie werden dort auf Einsätze im Irak und in Afghanistan vorbereitet. Auf dem Gelände arbeiten rund 15 000 Menschen.

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