FC Bayern in Turin Landrat beschwert sich bei Merkel über Polizeiwillkür

Chaos, Willkür und Gewalt: Ein CSU-Landrat erhebt nach dem Champions-League-Achtelfinale zwischen dem FC Bayern und Juventus Turin schwere Vorwürfe gegen die italienische Polizei – und wendet sich an die Kanzlerin.
Der FC Bayern und Juventus Turin trennten sich mit einem Unentschieden. Quelle: AFP
Juventus-Fans

Der FC Bayern und Juventus Turin trennten sich mit einem Unentschieden.

(Foto: AFP)

MünchenDer Ärger um die Sicherheitskontrollen beim Champions-League-Spiel des FC Bayern München in Turin geht in die nächste Runde. Nun hat der Präsident des Bayerischen Landkreistags und Landrat des Landkreises Deggendorf, Christian Bernreiter (CSU), einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geschrieben. Darin schreibt Bernreiter, der selbst als Fußballfan am Dienstag im Turiner Stadion war, dass deutsche Staatsbürger der Willkür und „leider auch der körperlichen Gewalt“ der italienischen Polizisten hilflos ausgeliefert gewesen seien. Bernreiter bittet die Kanzlerin, dass die „zuständigen Stellen“ das Thema aufgreifen mögen.

Weiter heißt es in dem Brief, die italienischen Polizisten seien sehr ruppig gegen die deutschen Fans vorgegangen. Unter anderem habe ein Polizist einen München-Fan gegen einen Zaun geschubst und an der Kehle gepackt. Ordner des FC Bayern, die vermitteln wollten, seien des Stadions verwiesen worden. Laut Aussagen von Anwesenden habe Gefahr für Leib und Leben bestanden.

„Monströses Bayern“, aber „Juve streift die Heldentat“
Tuttosport
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„Auf geht's Juve, du schaffst das! Aufholjagd gegen den Schiedsrichter und Tiki-Taka. Dybala und Sturaro antworten auf die irregulären Tore von Müller und Robben, nachdem ein Handelfmeter gegen Vidal nicht gegeben wurde. Aber Bayern ist am 16. März in München nicht unschlagbar. Nach drei Jahren ringen die Bianconeri Bayern zu Boden: Sie sind menschlich, im Rückspiel braucht es jetzt ein Tor mehr oder ein 3:3.“

Gazzetta dello Sport
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„Juve, was für Löwen! Beeindruckende Bayern in Turin, aber es geht 2:2 aus. Die Deutschen dominieren 55 Minuten, es treffen Müller und Robben. Dybala und Sturaro machen das unglaubliche Unentschieden perfekt. Aber am 16. März in München braucht es eine weitere Heldentat. Ein monströses Bayern dominiert und macht zwei Tore, aber Juve kommt zurück. Das Finale im vergangenen Jahr war für Juve kein Zufall. Nicht alle schaffen es, gegen diese phänomenalen Bayern zu bestehen.“

Corriere dello Sport
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„Eisernes Juve, Aufholjagd gegen Bayern. Juve, du bist stärker als Pep und der Schiedsrichter. Bis zum Schluss, die alte Dame glaubt daran.“

La Stampa
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„Zu viel Bayern, aber Juve streift die Heldentat. Auf Augenhöhe: Juve leidet eine Stunde gegen Bayern, holt dann zwei Tore auf und hält das Rennen um die nächste Runde offen.“

Franz Beckenbauer (Sky-Experte)
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zur Leistung von Joshua Kimmich: „Um es vorsichtig auszudrücken, er war an beiden Gegentoren beteiligt. Er ist ein junger Spieler und Juventus Turin ist eine Herausforderung. Bis zu den beiden anteiligen Gegentoren hat er sehr gut gespielt. Beim ersten Gegentor bringt er den Ball nicht unter Kontrolle, beim zweiten Tor kommt er zu spät. Aber er ist nicht allein schuld.“

Karl-Heinz Rummenigge (Bayern München)
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„Ich glaube, wir sollten nicht den Fehler machen und mit diesem Ergebnis hadern. Das ist ein sehr, sehr gutes Ergebnis, das uns die Tür für die Qualifikation zum Viertelfinale sehr weit offen hält“, betonte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei seiner kurzen Rede – und rund 400 Edelfans spendeten Guardiola und seinen Stars tosenden Applaus. Er sei für das Rückspiel am 16. März in der Allianz Arena „optimistisch“, fügte der Vorstandschef gut gelaunt an.

Pep Guardiola (Trainer Bayern München)
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„Ich bin mit der Leistung zufrieden. Wir haben nicht nur 60 sondern 90 Minuten wahnsinnig gut gespielt. Aber das ist Fußball, wir müssen das Spiel und nicht nur das Ergebnis analysieren. Natürlich ist es besser zu gewinnen, aber wir dürfen nicht vergessen, dass Juve italienischer Meister ist und im Champions-League-Finale stand. Ich muss meiner Mannschaft ein großes taktisches Kompliment machen. Natürlich wollten wir gewinnen, aber das ist Fußball.“

Beim Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale des FC Bayern bei Juventus Turin hatten es zahlreiche Bayern-Anhänger Augenzeugenberichten zufolge erst nach Anpfiff auf die Tribünen geschafft. Fans berichteten von peniblen Ausweiskontrollen und Durchsuchungen. Eine Juve-Sprecherin erklärte auf Anfrage, es habe die üblichen, für eine Champions-League-Partie vorgesehenen Kontrollen gegeben.

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  • dpa
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