Fed-Banker
US-Jobmarkt muss sich weiter stabilisieren

Nach den erstaunlich guten US-Arbeitsmarktdaten kochen die Spekulationen über eine Abkehr der Fed der ultralockeren Geldpolitik wieder hoch. Für Fed-Mitglied Charles Evans zu Unrecht.
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ChicagoDie zuletzt erfreulichen US-Arbeitsmarktdaten allein sind nach Einschätzung des Fed-Mitglieds Charles Evans noch kein Anlass für eine Drosselung der ultralockeren Geldpolitik. Evans sagte am Freitag im Interview mit Reuters Insider TV, es wäre wünschenswert, wenn sich der Trend in den nächsten Monaten in weiter guten Jobdaten festigen würde. Er sei aber nach wie vor nicht festgelegt bei der Frage, wann genau die US-Notenbank aus ihrem milliardenschweren Anleihenprogramm zur Stützung der Wirtschaft aussteigen sollte. Der Arbeitsmarktbericht für November zeige auf jeden Fall eine Verbesserung der Lage.

Auf dem US-Arbeitsmarkt waren den Zahlen vom Freitag zufolge im November 203.000 neue Jobs entstanden. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit lediglich 180.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote fiel auf 7,0 von 7,3 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit November 2008. Die Daten zum Arbeitsmarkt stehen besonders im Blick der Finanzmarkt-Teilnehmer, da die Fed ihre Konjunkturhilfen bei einer nachhaltigen Job-Erholung drosseln will. Sie pumpt derzeit monatlich 85 Milliarden Dollar in die Wirtschaft. Die meisten Experten hatten zuletzt erwartet, dass die Fed die Geldflut im März 2014 eindämmt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • strange new world: good news are bad news!

    To taper, or not to taper, that is the question...

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