„Feindbild Europa“

Rechtspopulistische Parteien legen europaweit zu

Rechtspopulistische Parteien gewinnen in Europa immer mehr an Boden. Neben Fremden- und Islamfeindlichkeit gehört mittlerweile auch das „Feindbild Europa“ zum festen Repertoire der Parteien.
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Bernd Lucke war Spitzenkandidat der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) bei der Bundestagswahl: Auch seine Partei machte Stimmung gegen die EU. Quelle: dpa

Bernd Lucke war Spitzenkandidat der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) bei der Bundestagswahl: Auch seine Partei machte Stimmung gegen die EU.

(Foto: dpa)

BerlinFachleute beobachten mit Sorge einen Aufstieg rechtspopulistischer Parteien in Europa. „Rechts- und nationalpopulistische Parteien konnten sich fast überall in Europa als relevante politische Kräfte etablieren“, heißt es in einer Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Dies gehe zulasten aller traditionellen Parteien. Der Erfolg der EU-Gegner sei bemerkenswert, und rechtspopulistische Parteien spielten dabei eine Vorreiterrolle.

Zusätzlich zu Elitenkritik, Fremden- und Islamfeindlichkeit zeichneten sie ein „Feindbild Europa“. Dies beeinflusse etablierte Parteien in der EU, die Parteienlandschaft in vielen europäischen Ländern verändere sich dauerhaft. „Nationale Politik und Europapolitik stehen in vielen Ländern durch die harten Forderungen von Rechts- und Nationalpopulisten unter Druck“, schreiben die Studienautoren.

Um solchen Tendenzen entgegenzutreten, raten sie unter anderem dazu, komplexe Sachverhalte in der Europapolitik verständlich zu erklären, die Vorteile der Europäischen Integration klar herauszustellen und die Botschaften der Rechtspopulisten durch direkte thematische Auseinandersetzung zu „entzaubern“.

  • dpa
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19 Kommentare zu "„Feindbild Europa“: Rechtspopulistische Parteien legen europaweit zu"

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  • Was ist in Deutschland Recht und rechts?
    Keine Partei hat im letzten Bundestagswahlkampf so klar die Ziele formuliert wie die AfD und hat diese auch auf den Plakaten vermittelt. Die übrigen Parteien haben mit Phrasen und dehnbaren Begriffen die Wähler eingelullt, ohne sich auf klare Ziele festzulegen. Die einzige konkrete Aussage der Kanzlerin war, "es gibt keine Maut". Alles andere entscheidet sie dann situationsbezogen, was alternativlos ist. Der Bürger wird wieder vier Jahre ausgeblendet. Letzter Wahlkampf, Verlängerung der KKw-Laufzeiten, plötzlich während der Regierungszeit alternativlos Verkürzung der Laufzeiten. Wer kritisch die Entwicklung der Eurozone kommentiert, gilt als europafeindlich, populistisch und bei den meisten Medienvertretern als politisch rechts. Während der deutsche Staat peinlich genau auch die unsinnigste Parkraumbewirtschaftung oder Überchreitung der Parkzeiten mit Geldstrafen belegt, akzeptiert er, wenn die Rechtsgrundlagen des Eurosystems systematisch verletzt werden. Wer die Einhaltung dieser vereinbarten Gesetze oder sollte man besser sagen, Spielregeln einfordert, gilt als Spielverderber, egoistisch, populistisch, rechts und ist noch verantwortlich für die hohe Arbeitslosigkeit in den südlichen Euroländern. Mit dieser agressiven Stimmungmache möchte man die Leute mundtot machen, die die Fehler des Systems analytisch aufzeigen - siehe Sarazin. Am einfachsten, man setzt diese Kritiker gleich mit europafeindlich, dann hat man den Schwenk zu rechtspopulistisch geschafft Keiner der Eurokritiker hat sich bisher gegen die Europäische Union ausgesprochen, wohl aber gegen die Arbeit der zweifelhaft demokratisch legitimierten Arbeit der Brüsseler Büokratie. Fairerweise sollte man vergleichen, was Deutschland für Opfer für die Rettung der europäischen Banken imm Euro-Raum im Vergleich für die Integration der neuen und zukünftigen EU-Mitglieder.
    Der deutsche Michel wird für eine Währung in Haft genommen, über die er nicht abstimmen durfte.

  • ".... Europapolitik verständlich zu erklären..."

    Der politische Einheitsbrei, den man in Europa anwendet, ist verantwortlich, für diese ernste, negative Entwicklung !

    Diese "Politik" wurde/wird nicht für den normalen EU-Bürger gemacht. Für gierige Lobby-Gruppen, damit abgezockt werden kann !

    Ganz pervers, der Lohn-Dumping-Vandalismus innerhalb der EU ! Ein Beispiel für viele kranke Entwicklungen !

    Man hat ein unantastbaren "ADELSTAND" in Brüssel geschaffen !

    Dieses Europa will ich nicht, sondern ein Europa für den EU - Bürger und nicht für den krimi.... Lobbyismus !!!

  • @Ich_kritisch
    Sie bringen es auf den Punkt! Danke für ihr Kommentar! Volle Zustimmung meinerseits! EUROPA = Vielfalt! EUROPA NICHT GLEICHMACHEREI! Das gleichmachen geht auch nicht mit den Europäern! Die Bürger Europas wollen ihre Eigenheiten und Kulturen behalten und wenn dies rechtspopulistisch ist, dann bin ich VOLL DAFÜR!
    Nur der Sozialismus und die Diktatur einer Ideologie leben von der Gleichmacherei/Gleichschaltung!

  • Ich mag Europa - habe mir die meisten der Länder schon selbst angesehen. Jedes Land hat seine Vorzüge. Diese Vorzüge und die ebenfalls vorhandenen Nachteile der einzelnen Länder haben die Bevölkerung und die Kultur geprägt.
    Es war herrlich in Schottland die vielen unterschiedlichen Wiskys zu probieren. Genauso habe ich in Frankreich die Käseplatten geliebt. Die kleinen Cafes in Italien und die besonderen Speisen in Spanien sind unvergessen. Die Lebensart der Rumänen, die Freundlichkeit der Griechen und die kurzen Gardienen der Holländer zeigten mir ein Bild der Menschen die dort leben. Nirgends gibt es einen besseren Kaiserschmarn als in Österreich, Karpern durfte ich auf Malta selbst pflücken, einen Troll habe ich mir als Kind aus Norwegen mitgebracht und aus Dänemark stammt meine Butterdose. Aus Tschechien habe ich eine Teekanne und aus dem alten Yougoslavien einige Läufer. Duch Andorra und Luxembourg bin ich nur durchgefahren, genauso wie durch Lichtenstein, die Slowakei und Belgien. In Ungarn hab ich im Plattensee gebadet, in der Türkei zum Frühstück Tomatensuppe bekommen. Ich habe den Aufenthalt in jedem Land genossen.
    Aber ich liebe Deutschland. Es ist meine Heimat. Ich liebe mit Sicherheit nicht alle Deutschen, aber unser Land bietet viele schöne Dinge, die es in anderen Ländern so nicht gibt.
    Bin ich nun Rechts? Dann bin ich es gerne. Gerade die Unterschiede machen das Leben lebenswert. Oder wollen wir wie vor 30 Jahren die Chinesen alle gleichgeschaltet leben? NEIN

  • Die AfD ist also eine "rechtspopulistische Partei". Ist ja interessant! Sie ist Eurokritisch, und gegen den Erweiterungswahn der Eurokraten.
    Hier werden wirtschaftlich völlig unterschiedliche Länder im Euro "zwangsvereinigt".
    Und auch die unbegrenzte Zuwanderung aus Osteuropa in unsere Sozialsysteme ist eine wichtiger Streitpunkt.

  • Eine weitere peinliche "Leistung" der Handelsblatt online Redaktion.

    Kritische Auseinandersetzung ist erwünscht und zwar selbstverständlich mit der AFD wie mit jeder anderen Partei, Herr Stock, nur um mal gleich Ihrer zu erwartenden Legendenbildung entgegen zu wirken. Aber bitte sachlich, auf der Basis von Fakten.

    Was die Redation hier wieder macht, ist schlicht unseriös. Es vermag keiner nachzuvollziehen, dass die Redaktion des Handelsblatt online nicht genau
    weiss, dass die AFD gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Europolitik um die europäische Einigung fürchtet und als eines der Ergebnisse der aktuellen Europolitik ein neues Aufkommen seit langem überwunden gedachter nationaler Ressentiments in Europa beklagt. Nochmal: Das ist das Ergebnis der Europolitik und ein weiterer Grund, neben den wirtschaftlichen, an ihr nicht festzuhalten. Aber was schert das die Redaktion: Sie schreibt einfach statt Eurokritik bei der AFD, Europakritik, schreibt vom Feindbild Europa etc. Halten Sie das für Journalismus, liebe Redaktion?

    Ich habe auf diese "Art Journalismus" keine Lust mehr und werde mir die Redaktion des Handelsblatt online nicht weiter antun. Ich wechsele endgültig zur Wirtschaftswoche - was natürlich dem Verlag nicht wehtut, aber darum geht es mir nicht. Mir geht es um seriösen Journalismus, den ich auf dieser Homepage immer weniger finde und ich hoffe, das möglichst viele meinem Beispeil folgen werden.

    Tschüß, Herr Stock.

  • Wenn Parteien und deren Politiker ständig gegen das Volk agieren,

    indem sie nationale Interessen an fremde Mächte, hier Brüssel, abtreten,

    indem sie unkontrollierte Zuwanderung aus aller Herren Länder zulassen, dies sogar mit dem Hinweis auf den „demografischen Faktor“ in D massiv fördern,

    indem sie den arbeitenden Menschen ihr sauer verdientes Geld wegnehmen, um Staaten oder den Euro zu „retten“,

    indem sie eine Energiepolitik forcieren, die mit Mitteln der Antike (Windmühlen) versucht den Industriestandort D mit Energie zu versorgen und derartige Konzepte von Juristen, Soziologen, Lehrern und Pastoren „ausarbeiten“ läßt, die Liste ist hier nicht zu Ende, es sind nur Beispiele,
    müssen sie sich nicht wundern, wenn sie deshalb kritisiert werden.

    Was daran „rechtspopulistisch“ sein soll, sind die Kritiker und die ihr hörige Journaille denen, die sie so bezeichnen, zu erklären bisher schuldig geblieben. Also, weshalb ist in D eine Partei oder ein Mensch, der hier Kritik übt rechtspopulistisch, islamfeindlich, islamophob, fremdenfeindlich, europafeindlich etc.
    Es heißt doch immer „viel Feind, viel Ehr“ und so möge sich der Autor dieses Artikels aufmachen, Kritikern wie mir zu erklären, weshalb ich ein „Rechtspopulist“ sein soll.

  • Sind wir schon mitten im EU-Wahlkampf ?

  • Ursache und Wirkung wird verdreht. Nicht die Europa-Politik muss besser erklärt werden. Nein, den Menschen muss deutlich mehr demokratische Teilhabe eingeräumt werden. Die EU-Politik hat den Menschen in Europa zu dienen. Nicht umgedreht. Daran ist sie zu messen. Und solange sich an diesem inzwischen auf den Kopf gestellten Zustand nichts ändert, die etablierten Parteien dies auch weiterhin begünstigen und nicht bereit sind, den Bürger wahrhaftig teilhaben zu lassen und einzubeziehen, vor allem auch andere Meinungen zur Kenntnis zu nehmen, darf man sich nicht wundern, wenn sich der Wille nach Opposition in anderen Parteien manifestiert. Eine im übrigen völlig normale, historisch nicht neue Entwicklung.

  • Populistisch ist hier einzig und allein das HB! Der Titel "Feindbild Europa" beweist es deutlich-verfälschend wie in einem Ein-Parteien-Diktatur-Staat. Es geht den Kritikern nicht um ein Feindbild Europa, denn Europa sind die Menschen, nicht die Eurokraten im kommunuistischen Gewande ala Barroso, Juncker und Co., Europa sind die Völker nicht die Politmafia und Vasallen der Hochfinanz um GoldmanSachs-Draghi und all den willfährigen Steigbügelhaltern und Steuergeld-Parasiten in Diensten der EU-Behörden! Inklusive der parteiübergreifenden Politmafia in der NGO "BRD", die den Volkswillen mit Füßen tritt bzw. diesen Volkswillen erst gar nicht respektiert! Siehe die fehlenden Volksabstimmungen im GroKo-Vertrag! All diese demokratiefeindlichen Lobbyisten und DEU-Abschaffer sind die wahren Europafeinde! Und die große Masse der Medien hierzulande spielen das Spiel mit-durch verleumden, durch verschweigen von wahren Problemen die es in der EU mit dem Euro gibt und durch kritikloses Wiedergeben von Einheitsbrei-DPA/Reuters/ADN-Meldungen!
    Eigentlich genügt hierzulande ein "Neues Deutschland" ala DDR! Die letzten Bastionen der Meinungsfreiheit wie die PAZ oder die Freie Welt wird man schon noch klein kriegen! Es geht nicht darum, Feind eines Europa der VÖLKER zu sein! Es geht-auch mir-darum, FEIND dieser EU-Politokraten-Diktatur im Dienste der USrael-Hochfinanz zu sein! Ja, und dazu stehe ich! ...und immer mehr!

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