Fernsehsender soll zu Gewalttaten anstacheln
Al Dschasira-Büros im Irak bleiben geschlossen

Die irakische Regierung will die Büros von Al Dschasira weiter geschlossen halten. Vertreter des arabischen Fernsehsenders reagierten empört.



HB BERLIN. Der Fernsehsender Al Dschasira darf auf unbestimmte Zeit nicht im Irak arbeiten. Das Ministerialkomitee für nationale Sicherheit erklärte am Samstag in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AP, die Büros des Senders im Irak blieben geschlossen, bis Al Dschasira schriftlich die Motive für seine Politik gegenüber dem Irak erläutere. Der Sender reagierte empört.



«Die Entscheidung ist das Gegenteil des Regierungsversprechens, eine Politik der Offenheit zu betreiben und die Pressefreiheit zu schützen», hieß es in einer ersten Stellungnahme. Ob Al Dschasira der Forderung nachkommen und seine Irak-Position schriftlich erläutern werde, blieb zunächst offen. Die Regierung in Bagdad hatte die Büros des arabischen Senders im Irak am 5. August für zunächst 30 Tage geschlossen. Zur Begründung hieß es, der Sender stachele zu Gewalttaten an.

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