Festnahmen in Frankreich, Belgien und Berlin
Europa sagt Extremisten den Kampf an

Anti-Terror-Kampf in Europa: In Belgien, Deutschland und Frankreich wurden Verdächtige festgenommen. Am Montag wollen die EU-Außenminister Montag beraten, wie junge Muslime vom Dschihad abgehalten werden können.
  • 6

Berlin/Brüssel/ParisGut eine Woche nach den Anschlägen von Paris gehen die Sicherheitsbehörden mehrerer europäischer Staaten gegen islamistische Zellen vor. Die belgische Polizei nahm am Freitag bei zwölf Anti-Terror-Einsätzen im ganzen Land 13 mutmaßliche Extremisten fest. In Berlin gingen 250 Polizisten gegen eine mutmaßlich islamistische Zelle vor und nahm zwei Personen fest. In Frankreich wurden nach den Anschlägen auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt zwölf Personen verhaftet. Sie stünden in Verdacht, die Attentäter logistisch unterstützt zu haben. Die EU-Außenminister wollen am Montag beraten, wie junge Muslime aus Europa von der Ausreise in den Dschihad nach Syrien oder den Irak abgehalten werden können.

Ein Sprecher der belgischen Bundesanwaltschaft sagte, es gebe keinen erkennbaren Zusammenhang zu den Anschlägen von Paris. Am Vorabend waren bei einem Einsatz in Verviers zwei mutmaßliche Islamisten erschossen worden. Ein dritter wurde in der Kleinstadt rund 25 Kilometer von Aachen entfernt verhaftet. Die Rückkehrer aus dem syrischen Bürgerkrieg sollen Anschläge im großen Stil geplant haben, etwa auf Polizeistationen. Auch hätten sie vorgehabt, Polizisten zu erschießen. Neben Kalaschnikow-Sturmgewehren fanden die Beamten Polizei-Uniformen. Die Toten waren am Nachmittag noch nicht identifiziert.

Weitere Razzien gab es unter anderem im Großraum Brüssel. Auf Bitten der belgischen Polizei wurden zwei weitere Personen in Frankreich festgenommen. Einige der Verdächtigen sollen erst kürzlich aus Syrien zurückgekehrt sein.

Die Brüsseler Regierung hob die Terrorwarnstufe auf den zweithöchsten Rang an. Ministerpräsident Charles Michel sagte, es bestehe zwar keine spezifische Bedrohung. Allerdings sei größere Vorsicht nützlich. Auch das Auswärtige Amt in Berlin rief Deutsche bei Reisen nach Belgien zu erhöhter Aufmerksamkeit und Wachsamkeit auf. Einige jüdische Schulen in Belgien und den Niederlanden blieben geschlossen. Bei einem Anschlag im Mai vergangenen Jahres auf das jüdische Museum in Brüssel waren vier Menschen getötet worden.

Beim Großeinsatz der Berliner Polizei gegen fünf Türken einer mutmaßlich islamistischen Zelle wurden zwei Personen festgenommen. Sie sollen Kämpfer für den Dschihad in Syrien angeworben sowie logistisch und finanziell unterstützt haben.

Seite 1:

Europa sagt Extremisten den Kampf an

Seite 2:

Keine konzentrierte Aktion in Deutschland

Kommentare zu " Festnahmen in Frankreich, Belgien und Berlin: Europa sagt Extremisten den Kampf an"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/01/11/us-analysten-die-attentaeter-auf-charlie-hebdo-waren-profis/

  • Die Flüchtigen wurden am 9. Januar 2015 in der Druckerei CTD in Dammartin-en-Goële nordöstlich von Paris von Zeugen gesehen: "Ein Augenzeuge erzählt Reportern diese Geschichte", berichtete Bild Online (10.1.15):

    "Er habe am Morgen einen Termin mit dem Chef der Druckerei gehabt. Vor der Tür habe er einen schwer bewaffneten Mann getroffen, der eine kugelsichere Weste trug: ›Ich habe ihm die Hand geschüttelt. Er sagte: ›Wir töten keine Zivilisten.‹ Dann schickte er mich fort.‹ Erst später habe er verstanden: Das war einer der Terror-Brüder."

    Soso - der Zeuge redete aber nur von EINEM "schwerbewaffneten Mann" mit einer kugelsicheren Weste, der sich sogar locker die Hand schütteln ließ.

    Weder berichtet der Zeuge in diesem Zitat etwas von einem fremden Akzent, fremdem Aussehen, islamistischen Parolen oder irgendwelchen islamistischen Abzeichen!

    Nur dass der Unbekannte sagte: "Wir töten keine Zivilisten".
    Aha - und was waren dann die Zeichner von Charlie Hebdo?
    Waren das keine Zivilisten?

    Erstens widerspricht dies also der offiziellen Version, wonach die Gesuchten jede Menge Zivilisten getötet haben sollen. Zweitens verweist der Ausdruck – Zivilisten - auf einen militärischen Hintergrund der Person.

    Der Zeuge erwähnt mit keinem Wort, woraus hervorgegangen sei soll, dass es sich um einen der Terroristen handelte. Auch aufgeregt oder auf der Flucht zu sein schien der Mann nicht.

    Dass nichts an dem Mann auf einen "Islamisten" hindeutete, geht auch daraus hervor, dass man es dem Zeugen später "erklären" musste. Außerdem: Wenn sich die beiden Gesuchten als Märtyrer töten lassen wollten - warum trugen sie dann überhaupt schusssichere Westen?

    Die Gesuchten haben doch angekündigt, als Märtyrer sterben zu wollen!

    Haben sie das?
    Und wer hat uns das erzählt?

    Antwort: Die Polizei.

    Wer mehr über Terror im Namen des Staates erfahren möchte, sollte Bücher des ehemaligen Bundestagsabgeordnete und Bundesminister Andreas von Bülow lesen.

  • "Al-Qaida bekennt sich zu Anschlag"

    Kann man das glauben?

    Alle "Terroristen" und Geiselnehmer tot und ein Ermittler auch – das ist praktisch.
    Denn so muss es ja auch keine ordentlichen Ermittlungen, keinen Prozess und keine Beweise geben: Keine Beweise für den Ablauf des Attentats auf Charlie Hebdo am 7. Januar 2015, keine Beweise für die Täterschaft der Kouachi-Brüder, keine Beweise für den Ablauf in dem jüdischen Supermarkt - gar nichts.

    Das Drehbuch der Sicherheitskräfte wird nun zur allein gültigen Wahrheit.
    Die Lynchjustiz setzte sich durch. Wie sagte doch der französische Innenminister: "Es läuft ein Einsatz, um die Verantwortlichen des feigen Attentats vor zwei Tagen zu neutralisieren"

    Falsch Flagge Operation gelungen - Alle tot.

    Wie oft haben wir das schon erlebt. Zahlreiche Amokläufe und Terroranschläge der letzten Jahre endeten immer wieder mit dem Tod des oder der Täter(s). Der Vorteil liegt auf der Hand: Die jeweilige Version der Sicherheitsbehörden und der Lügenmedien muss sich keinem Gerichtsverfahren und keinen kritischen Fragen eines Angeklagten oder Anwalts stellen.

    Wer mehr über Terror im Namen des Staates erfahren möchte, sollte Bücher des ehemaligen Bundestagsabgeordnete und Bundesminister Andreas von Bülow lesen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%