Feuerschutz für Gleitflieger
Israel greift Hisbollah an und rettet Paraglider

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage kam es an der Grenze zum Libanon zu einem Schusswechsel zwischen israelischen Soldaten und der Extremisten-Miliz Hisbollah.

HB MAIS AL-DSCHABAL. Der Vorfall drohte die Spannungen in dem Gebiet weiter zu erhöhen, nachdem es zwei Tage zuvor zum heftigsten Gefecht seit dem Rückzug Israels aus dem Südlibanon vor fünf Jahren gekommen war. Augenzeugen zufolge gaben die israelischen Soldaten am Mittwoch einem Gleitflieger Feuerschutz, der in den Libanon abgetrieben und in unmittelbarer Nähe der Grenze gelandet war.

Hisbollah-Mitglieder hätten versucht, den Israeli zu ergreifen, sagten libanesische Augenzeugen in dem Grenzort Mais al-Dschebal. Dies sei aber durch den Kugelhagel verhindert worden. Israelischen Militärkreisen zufolge öffneten die Grenzsoldaten für den Sportler den Grenzzaun und ermöglichten ihm damit eine schnelle Rückkehr auf israelisches Gebiet.

Der Gleitflieger war israelischen Augenzeugen zufolge in Menara gestartet, das auf einem Höhenzug über dem Jordantal direkt gegenüber von Mais al-Dschebal liegt. „Als er aufstieg, konnten wir beobachten, wie er mit dem Wind kämpfte“, erzählte der Besitzer eines Restaurants, das auf einem Felsvorsprung liegt. „Er versuchte zu verhindern, dass er in den Libanon abtreibt. Und dann sahen wir, wie er auf libanesischem Boden landete.“ Es sei den Soldaten aber gelungen, den Mann zu retten, „bevor ihn ein libanesisches Fahrzeug erreichte“, sagte er einer israelischen Internetseite.

Vor zwei Tagen waren bei einem Gefecht an der Grenze zwischen beiden Ländern vier Hisbollah-Kämpfer getötet und elf Israelis verletzt worden. Libanesischen Sicherheitskreisen zufolge hatte die Hisbollah ihren Angriff mit dem Ziel begonnen, israelische Soldaten zu entführen und sie gegen arabische Gefangene in Israel auszutauschen. Die Hisbollah wird von Syrien unterstützt. Die Vereinten Nationen fordern von der libanesischen Regierung eine Entwaffnung der Miliz und die Stationierung libanesischer Sicherheitskräfte im gesamten Grenzgebiet.

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