Fiat-Chef: Streik gefährdet Italiens Autoindustrie
Krawalle am Rande eines Streiks in Italien

Bei Zusammenstößen zwischen der Polizei und Mitarbeitern eines Fiat-Werks im süditalienischen Melfi sind am Montag mindestens neun Menschen verletzt worden. Unterdessen warnte Fiat-Chef Morchio, der Streik gefährde die gesamte italienische Autoindustrie.

HB MELFI. „Niemand kann so tun als würde er ignorieren, dass hier die Zukunft der gesamten italienischen Autoindustrie auf dem Spiel steht, (die Zukunft) der Menschen, die mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung unsere Landes leisten“, schrieb Morchio am Montag in einem Brief an die Mitarbeiter.

Am zehnten Tag der Proteste in dem süditalienischen Werk wurden nach Angaben von Gewerkschaftern neun Menschen - darunter zwei Polizisten - bei Zusammenstößen verletzt. Einer der verletzten Streikenden sei in einem kritischen Zustand. Am Montag standen nach Angaben aus Industriekreisen 95 % der italienischen Fiat-Autoproduktion still. Einem Fiat-Sprecher zufolge hat der Ausstand Produktionseinbußen von insgesamt 16 300 Fahrzeugen verursacht.

Die Arbeiter in Melfi verlangen mehr Lohn und günstigere Schichten und haben eine Einigung zurückgewiesen, die am Freitag von drei weiteren Gewerkschaftsgruppen akzeptiert wurde. Die Regierung hat den Streik als inakzeptabel kritisiert. Das Werk stellt Fahrzeuge des Typs Punto her sowie Bleche, die in anderen Werken verwendet werden. Fiat versucht gegenwärtig, die schwerste Krise seiner Geschichte zu überwinden. Die Aktien des Autobauers schlossen um 2,5 % im Minus bei etwa sechs Euro.

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