Fiktiver Einmarsch in Seoul: Nordkorea probt den Krieg

Fiktiver Einmarsch in Seoul
Nordkorea probt den Krieg

Panzer Rollen über die Grenze nach Südkorea, „US-Geiseln“ werden genommen: In einem Propagandafilm im Internet probt Nordkorea den Einmarsch im Nachbarland - wenigstens fiktiv.
  • 9

SeoulNordkorea hat im Internet einen Propaganda-Film veröffentlicht, in dem der fiktive Einmarsch nordkoreanischer Truppen in die südkoreanische Hauptstadt Seoul gezeigt wird. Das vierminütige Video mit dem Titel "Ein kurzer, dreitägiger Krieg" wurde am Freitag auf der Website Uriminzokkiri veröffentlicht, die die Propaganda von Nordkoreas Staatsmedien verbreitet. Zu sehen ist, wie tausende nordkoreanische Soldaten mit dem Fallschirm über Seoul abspringen. Panzer überrollen die Grenze und besetzen ebenfalls die südkoreanische Hauptstadt.

In dem Video sagt ein Sprecher, bei dem Einmarsch seien etwa 150.000 US-Bürger "als Geisel" genommen worden. Drei Tage nach Beginn der Invasion breche in Seoul und anderen Städten des Landes völliges Chaos aus, da es weder Nahrungsmittel und Trinkwasser noch funktionierende Kommunikationsleitungen gebe. In dieser Situation greife die nordkoreanische Volksarmee ein und bewirke so in nur drei Tagen eine Wiedervereinigung der beiden koreanischen Staaten, heißt es in dem Kommentar weiter.

Nordkorea hatte in letzter Zeit wiederholt derartige Propaganda-Videos veröffentlicht. So wurde gezeigt, wie das Weiße Haus und der US-Kongress in Washington in einem Flammenmeer untergehen und New York durch einen Raketenangriff zerstört wird. Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten zuletzt deutlich zugenommen, nachdem Pjöngjang als Reaktion auf die Verschärfung der UN-Sanktionen nach seinem dritten unterirdischen Atomtest den Nichtangriffspakt mit dem Süden aufkündigte. Zuvor hatte Nordkorea bereits den USA mit einem atomaren Erstschlag gedroht.

Kommentare zu "Nordkorea probt den Krieg"

Alle Kommentare
  • Nordkorea sucht und findet den Freitod. Hoffentlich müssen nicht so viele Zivilisten sterben. Es gibt bereits geheime Absprachen zwischen USA, China und Russland. USA wird offiziell bedroht und muss reagieren. Wenn China seine schützende Hand über Nordkorea zurückzieht, wird Nordkorea ganz plötzlich ganz leise. Das macht China natürlich nicht umsonst...

  • Merkt Herr Kim eigentlich nicht, dass die Welt mit Zypern derzeit andere Probleme hat, als sich auch noch um seine seelischen Blähungen zu kümmern?

  • Wenn Kim diesen Blödsinn lesen könnte, er würde sich krummlachen!


  • Hoffentlich schlagen die Jungs nicht am Wochenende los.
    Da würd es ja alle puts nach oben druecken.

  • "...hoffe, dass de Nordkoreaner diesen Schwachsinn nicht glauben...!"

    Normale Nordkoreaner haben weder Computer noch Internet, oft noch nicht einmal genug zu essen. Das richtet sich an UNS, um noch mehr Entwicklungshilfe bzw. Aufhebung von Sanktionen zu erpressen.

    Natürlich kann dem jetzt nicht nachgegeben werden. Aber vielleicht sollten wir später, wenn sich die Situation beruhigt hat, die Sanktionen aufheben. Denn durch Sanktionen wird die Abschottung der Bevölkerung verstärkt. Ich finde, wir sollten trotz allem Handel mit ihnen treiben. Denn je mehr Informationen von außen dort einsickern, und sei es in Form von Kosumprodukten, desto eher haben die Menschen die Chance, auf die Idee zu kommen, dass es ein Leben jenseits ihres eigenen Propaganda-Staates gibt und das es dort irgendie anders und irgendwie besser zu sein scheint.

  • Kann einer mal Klein Kim sein Spielzeug wegnehmen? Der Schwachkopf nervt!

    @ Perry
    "...ich hoffe nur, dass die Nordkoreaner diesen Schwachsinn nicht glauben...!"
    -------------------------
    Ich fürchte, daß eine ganze Menge Nord-Koreaner diesen Schwachsinn für bare Münze nehmen, zumal Informationen von außen kaum zugänglich sind. Ein Volk, daß trotz hunderttausender Hungertoten und fürchterlichen Konzentrationslagern mit Sklavenhaltung beim Tod irgend eines Kims in einen nationalen Trauertaumel verfällt inkl. öffentlichen Weinkrämpfen, anstatt sich zu freuen, einen brutalen Despoten endlich losgeworden zu sein, und u.U. die Gelegenheit zu nutzen, den Rest des Gewaltregimes wegzufegen, hat m.E. "einen an der Klatsche" oder leidet, wohlwollend betrachtet, an einem massiven Stockholm-Syndrom.

  • Nordkorea Comedy Event ;-)

  • ...ich hoffe nur, dass die Nordkoreaner diesen Schwachsinn nicht glauben...! Man ist die Führung dort verstrahlt...sind bestimmt Auswirkungen von Fukushima wegen schlechtem Wind aus Japan vor 2 Jahren...!

  • Hahahaha, lustiges Völkchen, diese Nord Koreaner:-)

Serviceangebote