International

_

Film über bin Laden: US-Regierung soll mit Hollywood kooperiert haben

Die Republikaner wittern einen Skandal für den Wahlkampf: Geheimdienst und Verteidigungsministerium sollen für einen Film über die Tötung von Osama bin Laden Hollywood eine enge Kooperation angeboten haben.

Präsident Obama und seine engsten Mitarbeiter verfolgten die Tötung bin Ladens per Video. Quelle: dapd
Präsident Obama und seine engsten Mitarbeiter verfolgten die Tötung bin Ladens per Video. Quelle: dapd

WashingtonDie Republikaner warfen der Regierung vor, sie habe mit diesem Vorgehen die nationale Sicherheit gefährdet. Die Organisation Judicial Watch erhielt auf Anfrage Dokumente ausgehändigt, nach denen die Behörden eine Zusammenarbeit zusagten. Die ersten Fragen aufgeworfen hatte der Vorsitzende des Ausschusses für Heimatschutz im Repräsentantenhaus, der Republikaner Peter King, bereits im vergangenen Sommer. Er erklärte, die nun veröffentlichten Dokumente bestätigten seine Einschätzung. Die Filmemacher hätten eine "extrem enge, beispiellose und potenziell gefährliche Zuarbeit" von der Regierung erhalten.

Anzeige

Im Mittelpunkt stehen die Regisseurin Kathryn Bigelow und Drehbuchautor Mark Boal, die für "The Hurt Locker" mit Oscars ausgezeichnet wurden. Judicial Watch erklärte, das Verteidigungsministerium habe den beiden Zugang zu einem "Planer und Kommandeur des SEAL Team 6" gewährt, der Einheit, die Bin Laden im Mai 2011 in seinem Versteck in Pakistan tötete. Außerdem hätten die beiden mindestens zwei Mal Vertreter des Weißen Hauses getroffen.

Aus einer E-Mail des CIA geht laut Judicial Watch hervor, dass Bigelow und Boal auch das CIA-Gebäude besichtigen durften, in dem Teile der taktischen Planung für den Einsatz stattfanden. Ein Sprecher des Pentagons, George Little, wies die Vorwürfe in Teilen zurück. Zwar sei vorgeschlagen worden, dass ein SEAL-Kommandeur Informationen über den Einsatz geben könne, ein solches Treffen habe aber nie stattgefunden.

  • Die aktuellen Top-Themen
Konsumklima auf Rekordhoch: Kauflaune rettet Deutschland vor der Rezession

Kauflaune rettet Deutschland vor der Rezession

Die Kauflaune der Bevölkerung ist die stärkste Konjunkturstütze – und rettet Deutschland vor der Rezession. Der Konsumklimaindex ist auf den höchsten Stand seit 2007 gestiegen, das BIP zumindest nicht gesunken.

Stabilisierung in Europa: Draghi sieht den Euro fast gerettet

Draghi sieht den Euro fast gerettet

An den Finanzmärkten habe sich der Euro als stabile Währung etabliert, meint der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi. Allerdings dürften sich Europas Staaten auf diesen Lorbeeren nicht ausruhen.

Fachkräfte: Neue Zuwanderer oft besser ausgebildet als Deutsche

Neue Zuwanderer oft besser ausgebildet als Deutsche

Nach Deutschland wandern immer mehr Fachkräfte ein: In den letzten zehn Jahren hat sich das Bildungsniveau der Zuwanderer stark erhöht. Mittlerweile sind Migranten im Schnitt wesentlich besser qualifiziert als Deutsche.

Handelsblog Deutsche Doppelmoral beim Steuerbetrug

Mit den Steuern ist das so eine Sache. Eigentlich zahlt sie ja niemand gerne. Besonders die Einkommensteuer, da nimmt sich der Fiskus einfach einen großen Batzen, ohne dass der Bürger „Stop!“ sagen oder durch das persönliche Konsumverhalten... Von Katharina Schneider. Mehr…

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International