Finanzen
Athen will abermals Staatsanleihen verkaufen

Griechenland plant knapp drei Monate nach der erfolgreichen Platzierung einer fünfjährigen Staatsanleihe den nächsten Marktgang. Zudem erwartet Griechenland die Genehmigung der nächsten Kredittranche.
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AthenFast drei Monate nach der erfolgreichen Platzierung einer fünfjährigen Staatsanleihe im Volumen von drei Milliarden Euro plant Athen kommende Woche einen neuen Marktgang. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen des Finanzministeriums in Athen. Es sollen Papiere im Umfang von etwa drei Milliarden Euro platziert werden. Die Laufzeit soll demnach mindestens fünf Jahre sein, hieß es. Weitere Details wurden nicht bekannt.

Athen war es im April - vier Jahre nach dem finanziellen Kollaps - erstmals wieder gelungen, Kapital bei privaten Investoren zu beschaffen. Der Zinssatz betrug damals 4,75 Prozent.

Die griechische Finanzpresse hatte berichtet, der neue Marktgang solle unmittelbar nach der kommenden Sitzung der Eurogruppe am Montag stattfinden. Es wird damit gerechnet, dass die Eurogruppe eine weitere Kredittranche in Höhe von einer Milliarde Euro freigeben wird. Am 9. Juli werden die Kontrolleure der Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds in Athen zu einer Zwischenkontrolle des Werdegangs der Reformen erwartet.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Nachsatz:
    Wenn nun klar wird, dass es garnicht mehr um die ursprünglichen Ziele des EURO geht, also Wohlstand, Stabilität und Wachstum, um damit Europa als Ganzens zu stärken und für die Zukunft als wichtigen Machtfaktor auf der Welt zu installieren, sondern um Umverteilung, Vermögensvernichtung, Schmarotzertum auf Kosten der „stabilen“ Wirtschaften, was Europa sowohl politisch als auch ökonomisch schwächt und sogar noch erpressbarer macht, wozu dann diesen EURO noch unterstützen (und dafür mit unserem Vermögen zu bezahlen, bis alles weg ist)? Glaubt jemand noch im ernst, dass die Griechen dem Euro beigetreten sind, um diese ursprünglichen Ziele zu unterstützen? Und wie sieht es mit Italien und vor allem Frankreich aus? Ich denke da z.B. an die Forderung von Christine Lagarde, als sie vor wenigen Jahren noch franz. Finanzministerin war. Sie forderte Export-Einschränkungen für Deutschland, also faktisch einen EXPORTVERBOT für Deutschland. Macht man so Europa stark? In dem man die Fleissigen und Soliden bestraft und behindert? Man sieht also auch daran, wessen Geistes Kind der EURO heute ist bzw. geworden ist...

    Erschreckend außerdem, dass in den Medien, vor allem den staatlichen Medien, nicht ehrlich über diese Entwicklungen und Zustände berichtet oder diskutiert wird (wenn überhaupt in den Phoenix-Runden, sicher nicht bei Ilner oder Will...). Natürlich "steckt dahinter System"...

  • Nachsatz:

    Der "Vermögenstransfer" vom Sparer zum Schuldner durch Inflation lässt sich zunächst verbergen, in dem man die Zinsen gen Null bringt (wie geschehen) und die Inflation dann bei "soliden" 2% ansiedelt.

    Man sieht also: die gesteuerte Inflation ist ein hervorragendes Instrument (ein politisches Instrument!) zur Vermögens-Übertragung, zur Vermögens-Umverteilung, zur schrittweisen Enteignung von Vermögen und Eigentum. Deshalb verwundert es auch überhaupt nicht, wenn z.B. Sozialdemokraten, Linke und Gründe diesen "verschleierten" Prozess gutheißen, verharmlosen und beschönigen...

    Hoffentlich hauen wir heute abend die Franzosen weg. Sowohl die Politik, als auch das Volk, zeigen offen, dass sie sich von der politischen und ökologischen Zielsetzung des Euro schon lange verabschiedet haben und den Euro nur noch als Umverteilungs-Instrument sehen: ein Instrument mehr für Stabilität und Wachstum in einem gemeinsamen Binnenmarkt, um Europa auch machtpolitisch in Zukunft zu stärken, sondern als reines Schmarotzer-Instrument, was Europa finanziell ruiniert und auf Dauer schwächt. Damit wird klar, wer die eigentlichen Verräter der "europäischen Idee" sind...

  • >>Auch beim Schuldenabbau sieht der griechische Premier Fortschritte. Griechenland werde, wie mit den Gläubigern vereinbart, seine Schuldenquote von aktuell 175 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung bis 2022 unter 110 Prozent drücken – „vorausgesetzt, dass sich alle Beteiligten an ihre Verpflichtungen halten“.<< (Auszug aus Artikel "Athen will kein drittes Hilfspaket)

    Beispiel - Wie man Staatsschulden-Quote senkt:
    Staatsverschuldung = 100% der Wirtschaftsleistung
    Realwachstum = 2%
    Haushaltsdefizit = 6%
    Inflationsrate = 8%

    Das "Wirtschaftswachstum" steigt um sagenhafte 10% (Realwachstum 2% + Inflation 8%), der Schuldenberg wächst aber nur um 6% (das übliche Haushaltsdefizit). Bedeutet: der Schuldenberg wächst LANGSAMER und nimmt prozentual gemessen an der Wirtschaftsleistung ab...

    Genaus so ist's geplant und genau so wird es kommen. Durch einen Vermögenstransfer vom Sparer zum Schuldner per Inflation.

    Von "Schuldenabbau" kann also keine Rede sein. Die Aussagen der Europolitiker, aller Europolitiker, sind Lügen, Vertuschung, Täuschung und werden den großen Knall nur herausschieben. Der wird dann unweigerlich alle Vermögen in Europa pulverisieren...

    PS: Wer sich ernsthaft informieren will: verständliche und bezahlbare Buchtitel (bis 19.90EUR) zum Thema gibts von Flossbach, Sinn, Henkel...

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