Finanzhilfe
Russland zahlt Palästinensern 10 Millionen Dollar

Zehn Millionen Dollar will Russland an die Palästinenser überweisen, damit die Autonomiebehörde die Folgen des Ausfalls von Zahlungen der USA und der EU zumindest lindern kann. Damit setzt Moskau eine Tradition aus Sowjetzeiten fort.

HB MOSKAU. Das Geld (umgerechnet 8,3 Millionen Euro) solle für soziale und humanitäre Bedürfnisse der palästinensischen Bevölkerung verwendet werden, zitierte die Moskauer Tageszeitung „Iswestija“ am Dienstag einen Sprecher des russischen Außenministeriums. In der Vorwoche hatte Außenminister Sergej Lawrow Zahlungen an die Palästinenser angekündigt, ohne konkrete Summen zu nennen.

Russische Experten halten die Finanzhilfe jedoch für den falschen Weg. Es sei ein Irrtum zu glauben, dass Russland damit die Nahost-Probleme lösen könne, sagte der stellvertretende Leiter des Instituts für Orientalkunde an der Akademie der Wissenschaften, Wladimir Issajew, der „Iswestija“. Dazu sei der Konflikt viel zu kompliziert.

Nach Angaben Issajews ist es bereits zu Sowjetzeiten unmöglich gewesen, die Verwendung von Geldern für die Palästinenserführung um Jassir Arafat zu kontrollieren. Die Sowjetunion habe die Palästinenser im Konflikt mit Israel vor allem militärisch unterstützt. „In Zentralasien gab es Trainingslager, in denen die Palästinenser eine Kampfausbildung erhielten“, betonte der Experte. Auch Waffen seien damals an die Palästinenser geliefert worden.

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