Finanzhilfen
Eine Milliarde Dollar für libysche Rebellen

Westliche und arabische Ländern der Libyen-Kontaktgruppe haben stellen mehr eine Milliarde für die Aufständischen bereit - als Gegenleistungen sollen die Rebellen einen Plan für die Zeit nach Gaddafi vorlegen.
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In ihrem Kampf gegen den libyschen Machthaber Muammar Gaddafi können die Rebellen mit Finanzhilfen von mehr als einer Milliarde Dollar rechnen. Das Geld sicherten westliche und arabische Länder zu. Die in der sogenannten Libyen-Kontaktgruppe vertretenen Staaten drängten die Aufständischen zugleich, einen detaillierten Plan für die Zeit nach Gaddafi vorzulegen.

Der australische Außenminister Kevin Rudd sagte, Gaddafis Ende könne früher kommen als erwartet. US-Außenministerin Hillary Clinton zufolge gab es Gespräche mit Vertretern aus Gaddafis Umfeld, die eine Machtübergabe für möglich halten. Unterdessen setzte die Nato in der Nacht zum Freitag offenbar ihre Angriffe auf Tripolis fort.

Kurz nach Mitternacht war in der libyschen Hauptstadt eine schwere Explosion zu hören, wie ein Reuters-Reporter berichtete. Diese Zeit nutzt die Nato dort häufig für Luftschläge. Schon am Donnerstag hatte die Nato erneut Tripolis angegriffen und dem libyschen Staatsfernsehen zufolge auch die 120 Kilometer entfernte Stadt Suwara unter schweren Beschuss genommen. Gaddafis Soldaten setzten ihrerseits Angriffe auf Stellungen der Rebellen in den Bergregionen und in der Stadt Misrata fort.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Finanzhilfen: Eine Milliarde Dollar für libysche Rebellen"

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  • ...Gaddafis Ende könne früher kommen als erwartet...

    jeder Tag, an dem Gaddafi und seine Handlanger weiter morden, vergewaltigen und foltern, ist ein Tag zuviel. Die unvorstellbaren Greueltaten an wehrlosen und unschuldigen Opfern werden wohl in ihrem ganzen Ausmaß erst später durch Überlebende bezeugt werden können. Wenn Gaddafi nicht freiwillig die Waffen niederlegt, muß das Militär der NATO seinem Leben schnellstmöglich ein Ende setzen. Sein Recht auf Leben hat er schon lange verwirkt. Wie schon die Tyrannen und Despoten vor ihm, wird auch er wohl seinen Familien-Clan zu retten versuchen und Asyl in einem befreundeten Land suchen und finden, alternativ bleibt nur noch die Verurteilung vor dem Kriegsgericht in Den Haag, wobei dieser Weg noch viel zu human ist. Der Tod wäre die gerechte Sühne für die vielen tausend Menschenleben, die er und seine Handlanger zu verantwoten haben.

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