Finanzielle Unterstützung
EU will Hungersnot am Horn von Afrika bekämpfen

Am Horn von Afrika sorgen bewaffnete Konflikte und Klimaveränderungen für eine Hungersnot. Die EU stellt nun einen hohen Millionenbetrag zur Verfügung, um die nahende Katastrophe einzudämmen.
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BrüsselDie Europäische Union will die drohende Hungersnot am Horn von Afrika mit zusätzlich 165 Millionen Euro bekämpfen. In der Region seien mehrere Millionen Menschen bedroht, warnte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Mittwoch in Brüssel. Die Länder der Region litten unter zwei Krisen, die durch Menschen erzeugt worden seien, nämlich bewaffnete Konflikte und Klimaveränderungen. Beides zusammen bedrohe die Sicherheit der Länder und die Stabilität der ganzen Region. Betroffen seien vor allem Sudan und Somalia, aber auch Äthiopien und Kenia.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel warnte, man wisse, dass durch die dortigen Klimaveränderungen eine Hungerkatastrophe nahe. „Niemand kann mehr die Ausrede haben, er wisse nicht, was auf die Menschen dort zukommt.“ Am 25. April werde auf einer Konferenz in Genf über die Lage im Jemen gesprochen, wo die meisten Menschen betroffen seien. In London werde es am 11. Mai um die Situation in Somalia gehen. In beiden Ländern am Horn von Afrika toben Bürgerkriege.

Gabriel kündigte an, dass die Bundesregierung bis Ende April den Bundestag um die Bereitstellung zusätzlicher Mittel bitten werde, um die Hungerkatastrophe in der Region abzuwenden. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hatte am Montag erklärt, die betroffenen Länder mit zusätzlich 100 Millionen Euro unterstützen zu wollen. Insgesamt stelle sein Ministerium in diesem Jahr damit 300 Millionen Euro zur Verfügung, um die Dürre am Horn von Afrika zu bekämpfen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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