Finanzkreise
Athen offenbar vor Einigung mit Gläubigern

Das von der Staatspleite bedrohte Griechenland hat sich offenbar mit privaten Gläubigern geeinigt. Das Ergebnis solle vermutlich nach dem Euro-Treffen am Mittwoch verkündet werden, hieß es aus informierten Kreisen.
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London/FrankfurtGriechenland hat sich mit seinen privaten Gläubigern offenbar über deren Beitrag zur Rettung des pleitebedrohten Landes geeinigt. Die Einigung solle vermutlich nach dem Treffen der Euro-Gruppe am Mittwoch verkündet werden, sagten mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Dies gelte unter der Annahme, dass es keine überraschenden Rückschläge mehr gebe. Im Rahmen eines freiwilligen Anleihentausches müssten die Gläubiger vermutlich Belastungen von 70 Prozent auf ihre griechischen Bonds verkraften, sagte ein mit dem Vorgang vertrauter Banker.

Die neuen Bonds sollten eine durchschnittliche Verzinsung von 3,5 Prozent haben und eine zusätzliche Vereinbarung in Abhängigkeit vom griechischen Wachstum. Die Gläubiger sollen durch diese Klausel davon profitieren können, wenn sich die Lage der griechischen Wirtschaft verbessert. Die Regierung in Athen verhandelt seit Monaten mit dem internationalen Bankenverband IIF über einen Forderungsverzicht der privaten Gläubiger.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Finanzkreise: Athen offenbar vor Einigung mit Gläubigern"

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  • Also hat es Rückschläge gegeben.

    Wie sonst wäre es zu erklären, dass Athen seit Wochen täglich "unmittelbar" vor einer Einigung stet, es aber heute so ist, dass bis zur Verkündung noch zwei Tage vergehen werden?

    Überdies wurden die Verhandlungen ja nicht mit den Gläubigern geführt, sondern mit Vertretern eines Teils der Gläubiger.

    Außerdem ist das jetzt auch nicht mehr wichtig. Denn Samaras hat sich die Zustimmung zum gerade beschlossenen Sparpaket erschlichen, indem er versprochen hat, es direkt nach den Wahlen nachzuverhandeln -- etwas, was nicht einmal Frau Merkel amüsieren dürfte, und noch weniger Herrn Schäuble.

    Und während man sich "jeden Moment einigt", ist der Finanzbedarf Griechenlands sogar über die aufgestockten 145 Milliarden hinausgewachsen.

    Das macht niemand mehr mit.

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