Finanzkrise
Allianz-Chef fordert Marshall-Plan für Griechenland

Michael Diekmann macht sich stark für Griechenland. Der Allianz-Chef fordert eine Art Marshall-Plan für das überschuldete Land. Und die Zeit wird langsam knapp. Die jüngsten Nachrichten aus Griechenland sind dramatisch.
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Frankfurt/AthenAllianz-Chef Michael Diekmann fordert für das verschuldete Griechenland einen umfassenden Aufbauplan nach dem Vorbild der US-Hilfen für Westeuropa nach dem Zweiten Weltkrieg. Eine Umschuldung werde nicht genügen, mit Geld allein sei das Problem nicht zu lösen, sagte Diekmann der „Bild“-Zeitung laut Vorabmeldung. „Wir brauchen einen Industrialisierungsplan für Griechenland, eine Art Marshall-Plan. Es müsste Arbeit und Produktion aus ganz Europa nach Griechenland statt nach Osteuropa oder Asien verlagert werden. „Die Folgen eines Staatsbankrotts von Griechenland wären unbeherrschbar“, füge er hinzu. Dann drohe eine zweite Finanzkrise.

Diekmann äußerte sich zuversichtlich zur Entwicklung anderer verschuldeter EU-Länder: „Wir sehen erfreuliche Fortschritte in Portugal und vor allem in Spanien. Es gibt erste Anzeichen, dass auch Irland es hinkriegen wird.“ Die Allianz ist Europas größter Versicherungskonzern und einer der weltweit wichtigsten Kapitalanleger.

Währenddessen hat sich die Lage Griechenlands weiter zugespitzt. Athen geht das Geld aus: Nur noch bis zum 18. Juli reichen nach einem Bericht der Zeitung „Kathimerini“ die Mittel in der griechischen Staatskasse. Ministerpräsident Giorgos Papandreou spricht schon von einem drohenden Staatsbankrott. Athen will in den kommenden Tagen im Eilverfahren ein umfangreiches Privatisierungsprogramm starten. Gleichzeitig geht die Debatte über eine Umschuldung des größten europäischen Schuldensünders weiter.

Sollten die Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht bis Ende Juni grünes Licht für die zwölf Milliarden Euro umfassende nächste Tranche des Rettungspakets bis Ende Juni geben, werde das Land Mitte Juli zahlungsunfähig sein, berichtete das konservative Blatt. „Dies würde aller Wahrscheinlichkeit nach den Bankrott bedeuten“, sagte Ministerpräsident Papandreou der Zeitung „Ethnos“.

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  • Lasst Griechenland pleite gehen: http://kurier.at/wirtschaft/2104644.php
    Das sage nicht ich, sondern Börsenguru Jim Rogers

  • Lasst Griechenland pleite gehen: http://kurier.at/wirtschaft/2104644.php
    Das sage nicht ich, sondern Börsenguru Jim Rogers.

  • Wie stellt er sich denn diesen "Marschall" vor? Griechenland hat eine demokratisch gewählte Regierung. Hat er das vergessen? Wir können dort doch nicht einfach rein und Besatzungsmacht spielen! Aber bei dieser EUdSSR halte ich nichts mehr für unmöglich!

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