Finanzkrise
Bank of Ireland will Staatsanteile zurückkaufen

Die während der Finanzkrise teilverstaatlichte Bank of Ireland bereitet sich darauf vor, die Anteile vom irischen Staat zurückzukaufen. Es wäre ein großer Schritt für die irische Bankenbranche.
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DublinDie Bank of Ireland könnte mit Hilfe einer Kapitalerhöhung Unternehmensanteile vom irischen Staat zurückkaufen. Man prüfe mehrere Möglichkeiten, wie man die Vorzugsaktien von der Regierung übernehmen könne, teilte das Geldhaus am Dienstag mit. Dazu gehöre die Ausgabe neuer Aktien.

Das Institut musste 2009 im Zuge der Finanzkrise gerettet werden und gehört nun zu 15 Prozent dem Staat. Der Rückkauf der Papiere wäre nicht nur für das Geldhaus, sondern die gesamte irische Bankenbranche und das ganze Land ein großer Schritt. Irland verlässt voraussichtlich im kommenden Monat das internationale Hilfsprogramm, mit dem der Internationale Währungsfonds, die Europäische Zentralbank und die EU das Land vor der Pleite bewahrten.

Die Bank plant, neue Aktien im Wert zwischen 500 und 600 Millionen Euro auszugeben, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte. Für den Rest der Vorzugsaktien im Wert von 1,8 Milliarden Euro will sich das Institut demnach Geld von Privatinvestoren leihen. Das Volumen der Kapitalerhöhung entspricht bis zu 7,4 Prozent des Marktwertes, der zurzeit bei 8,1 Milliarden Euro liegt.

Die Bank of Ireland steht bei dem Vorhaben unter Zeitdruck, weil die Kosten für einen Rückkauf der Papiere im März um ein Viertel steigen. Dies war im Zuge der Rettung durch den Staat vereinbart worden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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