Finanzkrise
Chinesischer Staatsfonds will Westen nicht helfen

Unter Verweis auf die Auflagen westlicher Regierungen hat es der chinesische Staatsfonds China Investment Corporation (CIC) abgelehnt, sich bei der Rettung bedrängter Finanzkonzerne in den westlichen Staaten zu engagieren. CIC-Vizegeneraldirektor Jianxi kritisierte in dem Zusammenhang die Doppelzüngigkeit der USA.

HB SHANGHAI. "Einerseits brauchen die USA uns, andererseits sind sie misstrauisch gegen uns", sagte CIC-Vizegeneraldirektor Wang Jianxi am Samstag bei einer Finanzkonferenz in Shanghai. "Sie wollen, dass wir nach ihrem Belieben investieren. Das ist keine aufrichtige Zusammenarbeit." Dies sei auch der Grund, warum Staatsfonds wenig Neigung zeigten, eine aktive Rolle bei der Linderung der Finanzkrise zu übernehmen.

Konkret nannte Wang Beschränkungen der USA für Investitionen des CIC, hinter denen die Furcht der Regierung in Washington um die nationale Sicherheit stehe, wenn die kommunistische Regierung Chinas Einfluss auf wichtige US-Unternehmen bekomme. "Manche Leute fragen uns, warum wir keine Erdöl- und Rohstoffreserven in den USA kaufen. Genau solche Investitionen hat die US-Regierung verboten", sagte der CIC-Manager. Zudem sei ein Engagement im Westen mitunter dadurch unattraktiv, dass unklar sei, wie verlässlich die rechtlichen Rahmenbedingungen für ausländische Investoren sei.

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